Nach Niederlage: Rogenmoser lud in der Kabine zur Bier-Sitzung

Aktualisiert

Nach NiederlageRogenmoser lud in der Kabine zur Bier-Sitzung

Nach der 0:3-Niederlage gegen Kloten schotteten sich die Lakers in der Kabine ab. Trainer Harry Rogenmoser erklärt den Grund.

von
Marcel Allemann
Harry Rogenmoser glaubt, dass sein Team auf die Siegesstrasse zurückfindet – schon heute in Bern?

Harry Rogenmoser glaubt, dass sein Team auf die Siegesstrasse zurückfindet – schon heute in Bern?

Die Kabinentür blieb bei den Rapperswil-Jona Lakers unmittelbar nach der elften Saisonpleite, der fünften in Folge, zu. Interviews gab es für einmal keine. Was ging da vor sich? Eine Krisensitzung? Trainer Harry Rogenmoser: «Wir haben eine Stunde geredet und zusammen ein Bier getrunken. In unserer Situation ist die Kommunikation unter einander besonders wichtig.»

Im Frühling hat Rogenmoser seinen Job als CEO der florierenden Pizza-Kette Dieci aufgegeben. Um den schwierigsten Trainerjob der Liga anzutreten. Trotz ausbleibendem Erfolg bereut er seinen Entscheid weiterhin nicht: «Ich habe den Auftrag, die Lakers in stillere Gewässer zu führen – und daran halte ich fest.» Er sei nach wie vor überzeugt, dass hier etwas wachse, dass man gemeinsam diese Talsohle durchschreiten müsse und es dann früher oder später gut komme. Auf den Einwand, dass er sich mit seiner Schönrederei ein wenig anhöre wie ein Fussball-Kollege, der GC-Trainer Ciriaco Sforza, muss er lachen, entgegnet aber: «Ich bin nicht seit drei Jahren, sondern erst seit 13 Spielen im Amt.» Immerhin liefert der frühere Nati-Stürmer die Gründe, weshalb er diesen Weg konsequent weitergeht: «Wir brauchen nach den hektischen letzten Jahren in diesem Verein Ruhe.» Die Alternative wäre, einen weiteren Trainer zu verbrauchen – das könne es wirklich nicht sein. Wenig zur Entspannung der Lage trugen bislang auch die schwachen Leistungen der Ausländer bei. Desssen ist sich auch Rogenmoser bewusst. In Schutz nimmt er seine Söldner gleichwohl: «Sie wollen derzeit zu viel.»

Harry Rogenmosers Quereinstieg als Trainer war von Anfang an ein spannendes Experiment. Und nun ist es noch spannender geworden.

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