Für den nächsten Titel: Roger Federer braucht wieder mehr Killerinstinkt
Aktualisiert

Für den nächsten TitelRoger Federer braucht wieder mehr Killerinstinkt

Kann er in dieser Saison seinen 21. Grand-Slam-Titel holen? Hundertprozentig, wenn der Schweizer seine Chancen wieder besser nutzt.

von
mke
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Schafft es Federer im Jahr 2020 einen Grand-Slam-Titel zu holen?

Schafft es Federer im Jahr 2020 einen Grand-Slam-Titel zu holen?

epa/Will Oliver
Wenn das gelingen soll, muss er wieder mehr Killerinstinkt beweisen.

Wenn das gelingen soll, muss er wieder mehr Killerinstinkt beweisen.

Scott Barbour
Im vergangenen Jahr liess er diesen mehrmals vermissen.

Im vergangenen Jahr liess er diesen mehrmals vermissen.

Scott Barbour

Zu alt sei er. Immer noch fähig, einzelne Glanzpunkte zu setzen zwar, aber nicht mehr gut genug, um bei den grössten Titeln ernsthaft mitzureden. Oft wurde so über Roger Federer geurteilt, auch nach dessen Viertelfinalniederlage am letzten US Open gegen Grigor Dimitrov.

Diese Pleite ist ein Spiegelbild des vergangenen Jahres: Mit Ausnahme des Halbfinal-Outs in Paris gegen Rafael Nadal war keine Major-Niederlage zwingend. Alle waren aber erklärbar: Federer hatte seine Chancen weniger gut genutzt als seine Bezwinger.

Wimbledon tat weh

Am meisten Spuren hinterliess Wimbledon, wo er im Final gegen Novak Djokovic zwei Matchbälle nicht verwerten konnte. Kaum jemand sprach bei der Analyse davon, dass er auch in den vorher verlorenen Sätzen Möglichkeiten für einen klareren Sieg gehabt hatte.

Das waren die Highlights im Wimbledon-Final

Roger Federer verlor gegen Novak Djokovic, nachdem er zwei Matchbälle vergeben hatte.
(Video: AP)

Die besten Szenen aus dem Wimbledon-Final 2019. (Video: AP)

Das Grand-Slam-Jahr hatte schon ähnlich begonnen: Im Achtelfinal von Melbourne war Stefanos Tsitsipas klar kaltblütiger: Federer konnte keine der 12 Breakchancen nutzen, dem jungen Griechen reichte ein Servicedurchbruch (bei drei Gelegenheiten) zum Sieg.

Aufgrund dieser Tatsachen weiss Federer: Er hat es auch im fortgeschrittenen Tennisalter noch meistens in der eigenen Hand, ob er ein Spiel gewinnt. Grund zu Optimismus gibt auch die Tatsache, dass er die jeweils letzten Vergleiche mit seinen Hauptrivalen Nadal und Djokovic für sich entschieden hat. Die Revanche für das Grand-Slam-Jahr 2019 kann also beginnen.

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