Börsengang von On - Roger Federer könnte bis zu 400 Millionen Franken einnehmen
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Börsengang von OnRoger Federer könnte bis zu 400 Millionen Franken einnehmen

Der geplante Börsengang des Zürcher Schuhherstellers On würde die Gründer zu Milliardären machen. Doch wer verdient eigentlich wie viel? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

von
Marco Huber
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Der Schuhhersteller On geht an die Börse. Tennis-Star Roger Federer ist am Unternehmen beteiligt.

Der Schuhhersteller On geht an die Börse. Tennis-Star Roger Federer ist am Unternehmen beteiligt.

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Die drei Firmengründer David Allemann, Olivier Bernhard und Caspar Coppetti werden damit zu Milliardären.

Die drei Firmengründer David Allemann, Olivier Bernhard und Caspar Coppetti werden damit zu Milliardären.

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Tennis-Star Federer dient On als Markenbotschafter.

Tennis-Star Federer dient On als Markenbotschafter.

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Darum gehts:

  • Der Schweizer Schuhhersteller On plant den Gang an die New Yorker Börse.

  • Dieser soll dem Unternehmen bis zu 100 Millionen Franken neues Kapital bringen.

  • Die drei Gründer werden wohl über Nacht zu Milliardären.

  • Wie hoch die Anteile von Tennis-Star Roger Federer genau sind, ist nicht bekannt.

Der anvisierte Börsengang des Sportschuh-Herstellers On gilt als Schweizer Erfolgsgeschichte. Elf Jahre nach der Gründung soll das Startup an der New Yorker Börse gelistet werden. Am Montag hat On seinen Börsenprospekt veröffentlicht. Laut Berichten peilt On eine Bewertung zwischen sechs und acht Milliarden Dollar an.

Von dem Gang aufs Parket werden einige Personen wohl über Nacht mehrfache Millionäre. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum geplanten Börsengang von On:

Mit dem geplanten Börsengang muss On Details zu den Finanzen offenlegen. Wer wird mit einem Börsengang von On reich?

Wer früh dabei war und viel Risiko genommen hat, profitiert am meisten. Er berät und begleitet On beim geplanten Börsengang. Am meisten profitieren dürfen folglich die drei Gründer, die allesamt Mitglieder der Geschäftsleitung sind. Olivier Bernhard, David Allemann und Caspar Coppetti halten laut dem Börsenprospekt jeweils bis zu 20 Prozent der Stimmrechte. Die später zum Unternehmen dazu gestossenen Investoren Martin Hoffmann und Marc Maurer halten je drei Prozent der Aktien. Die Gründer und Partner haben spezielle Stimmrechtsaktien, die sie nicht einfach verkaufen können.

Die Gründer wären mit dem Börsengang Milliardäre. Die drei halten zusammen rund die Hälfte aller Aktien. Das Unternehmen wird aktuell mit bis zu acht Milliarden Franken bewertet. Dann wären das etwa 4,5 Milliarden Franken oder rund 1,5 Milliarden pro Gründer. Auch «einfache» Mitarbeitende, die Aktien halten, dürften vom Börsengang profitieren, sagt Fabian Danko vom Institut für Financial Management der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Roger Federer ist nicht als Aktionär gelistet. Profitiert er trotzdem mit?

Der Tennis-Star ist mit schätzungsweise 50 Millionen Franken an On beteiligt. Klar ist, dass der Sportler als Werbefigur eine wichtige Funktion hat, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen und neue Märkte zu erobern. Aus dem Börsenprospekt geht aber nicht eindeutig hervor, wie gross Federers Anteile tatsächlich sind. Federer ist seit 2019 als Investor und Werbeträger an On beteiligt. Er ist auch Aktionär. Federers Anteil dürfte jedoch weniger als fünf Prozent des gesamten Aktienkapitals ausmachen, wie Experte Danko bestätigt. Erst ab einem Anteil von fünf Prozent müssen Aktionäre nämlich gemeldet werden. Macht man eine Milchbüechli-Rechnung, heisst das: Federer könnte bei einem Unternehmenswert von acht Milliarden je nach Anzahl seiner Aktien bis zu 400 Millionen Franken einnehmen.

Wie kann eine Firma, die knapp Gewinn macht, überhaupt an die Börse?

On macht derzeit einen Umsatz von 700 bis 800 Millionen Franken. Im ersten Halbjahr 2021 hat On ein Betriebsergebnis von 47,3 Millionen Franken erreicht. «On ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat bereits einen bemerkenswert hohen Bekanntheitsgrad erreicht», sagt Patrik Schwendimann, Aktienanalyst der Zürcher Kantonalbank. Zudem sind positive Zahlen kein Kriterium für einen Börsengang. Finanzexperte Fabian Danko verweist beispielsweise auf Unternehmen wie Airbnb, Tesla und Uber, die allesamt mit grossen Verlusten an die Börse gingen. «Anleger und Anlegerinnen mögen Aktien von Unternehmen, die starkes Wachstum vorweisen», sagt Experte Danko. Da spiele der Gewinn eine untergeordnete Rolle.

Was ist das Ziel dieses Börsenganges?

On geht in den USA an die Börse, weil mittlerweile 49 Prozent der Kunden aus Nordamerika kommen. Allgemein erhofft sich das Unternehmen neues Kapital für weitere Investitionen. Konkret geht es um 100 Millionen Franken frisches Kapital, um damit weiteres Wachstum zu stemmen. Nicht unterschätzen dürfe man die Werbewirkung eines solchen Börsenganges, sagt Experte Danko.

Jetzt liegt der Börsenprospekt vor – wie lange geht es noch bis zum Börsengang?

Laut Experte Danko dürften es noch zwischen zwölf und 16 Wochen bis zum tatsächlichen Börsengang sein. Wenn alles normal läuft, dürfte On also diesen Herbst an die Börse kommen. Aktienanalyst Schwendimann verweist aber darauf, dass ein Börsengang auch jederzeit abgesagt oder verschoben werden kann.

Von früheren Sportlern gegründet

On ist ein Zürcher Sportschuhhersteller mit Sitz in Zürich, Portland, Berlin, Yokohama und Shanghai. Das Unternehmen wurde von ehemaligen Spitzensportlern und Ingenieuren gegründet. Aus dem Startup in einer Garage in Zollikon ZH wird innert fünf Jahren eine internationale Marke. Seit 2019 ist Roger Federer Mitbesitzer von On. Wie viel Geld Federer in das Unternehmen gesteckt hat, ist nicht bekannt. Branchenkenner gehen von 50 bis 100 Millionen Franken aus. Leisten kann er es sich: Das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» schätzt sein Vermögen auf 500 bis 600 Millionen Franken.

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