Aktualisiert 16.03.2006 22:48

Roger Federer locker in die Halbfinals

Mit starken Leistungen folgte Roger Federer am Masters-Series-Turnier in Indian Wells Martina Hingis in die Halbfinals.

Er besiegte binnen 20 Stunden Richard Gasquet 6:3, 6:4 und Ivan Ljubicic 6:2, 6:3. Seinen Halbfinalgegner kennt Federer noch nicht. Gegenüber dem Drittrundenspiel gegen Olivier Rochus steigerte sich Roger Federer beträchtlich. Er gab weder gegen Richard Gasquet, der ihm 2005 eine von lediglich vier Niederlagen zugefügt hatte, noch gegen Ivan Ljubicic, der ihn am Masters in Schanghai in ein entscheidendes Tiebreak gezwungen hatte, ein Aufschlagspiel ab. Federer: "Dabei habe ich gerade beim ersten Aufschlag sogar noch Potenzial nach oben. Aber mit der Effizienz des zweiten Aufschlags bin ich extrem zufrieden."

Nach dem Sieg über Ljubicic, der (wie Nadal) ohne Satzverlust die Viertelfinals erreicht hatte, totalisiert Federer in der 2006-Saison 20 Siege. Von seinen Konkurrenten erreichte bislang nur Ljubicic diese Marke ebenfalls; bei den Frauen gewann bislang erst Martina Hingis 20 Einzel. In Indian Wells feierte Federer gegen Ljubicic seinen 16. Sieg hintereinander. Breaks gelangen ihm zum 2:0 und 6:2 im ersten Satz sowie zum 4:2 im zweiten Satz. Ljubicic kam bloss zu einer Breakmöglichkeit - im ersten Spiel des zweiten Satzes.

Ähnlich verlief einen Tag vorher Federers Partie gegen den erst 19-jährigen Richard Gasquet. Dort schaffte Federer im ersten Satz die Vorentscheidung mit elf hintereinander gewonnenen Punkten vom 2:2 bis zum 4:2/40:0. Im zweiten Satz gelang Federer das entscheidende Break zum 3:2. Und Gasquet kam zu überhaupt keiner Breakchance.

Im Halbfinal vom Samstag trifft Federer entweder auf den Finnen Jarkko Nieminen (ATP 24) oder den Thai Paradorn Srichaphan (ATP 61). Gegen beide hat er noch nie verloren, gegen Nieminen sogar schon sieben Mal gewonnen. Der gleichaltrige Finne startete in die neue Saison jedoch fulminant und gewann ebenfalls schon 16 Einzel; neben Federer und Ljubicic siegten nur Tommy Haas (19) und James Blake (17) häufiger.

Vor den Viertelfinals forderte der Achtelfinaltag der Männer zahlreiche prominente Opfer: Andy Roddick (ATP 3) unterlag Igor Andrejew, dem Gstaad-Finalisten von 2004, mit 4:6, 7:6 (7:5), 1:6. Masters-Gewinner David Nalbandian (ATP 4) wurde ab dem zweiten Satz vom Angriffstornado Paradorn Srichaphans zerzaust (7:6, 3:6, 2:6). Und Marat Safin blieb nach Siegen über Carlos Moya und Nikolai Dawydenko überraschend an Jarkko Nieminen hängen. Nur Rafael Nadal gab sich keine Blösse (6:4, 6:2 gegen Sébastien Grosjean) - obwohl er sich im ersten Satz bei 5:3 den rechten Fuss übertrat und deswegen für den Doppel-Achtelfinal Forfait erklären musste.

Bei den Frauen folgten die Russinnen Maria Scharapowa (WTA 5) und Jelena Dementjewa (WTA 8) Martina Hingis in die Halbfinals. Scharapowa, Hingis' nächste Gegnerin, liess der Deutschen Anna-Lena Grönefeld mit 6:1, 6:3 keine Chance. Dementjewa setzte sich trotz eines Fehlstarts gegen Ana Ivanovic mit 2:6, 6:4, 6:2 durch. Die letzte Halbfinalistin ermitteln Justine Henin-Hardenne (Be/1) und Gesela Dulko (Arg/17).

(si)

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