Lauterkeitskommission: Roger Federer machte keine Schleichwerbung
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LauterkeitskommissionRoger Federer machte keine Schleichwerbung

Die Lauterkeitskommission hat geurteilt: Roger Federer und Influencerin Xenia Tchoumitcheva haben nicht unlauter auf Social Media Werbung gemacht.

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vb
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Die Schweizerische Lauterkeitskommission musste erstmals über Instagram-Posts befinden. DerKonsumentenschutz hat Beschwerden erhoben – unter anderen auch gegen Roger Federer. Der Grund: «Schleichwerbung».

Die Schweizerische Lauterkeitskommission musste erstmals über Instagram-Posts befinden. DerKonsumentenschutz hat Beschwerden erhoben – unter anderen auch gegen Roger Federer. Der Grund: «Schleichwerbung».

epa/Jason Szenes
Die Lauterkeitskommission hat nun die Beschwerde gegen Federer (über 6 Mio. Insta-Follower) abgewiesen.

Die Lauterkeitskommission hat nun die Beschwerde gegen Federer (über 6 Mio. Insta-Follower) abgewiesen.

Screenshot Instagram
Der beanstandete Post vom 6. Mai 2019 beinhaltet ein Video, in dem Federer ein Bandana der Marke Uniqlo anzieht. Der Konsumentenschutz schreibt in seiner Beschwerde: «Ein Hinweis auf bezahlteWerbung fehlt jedoch».

Der beanstandete Post vom 6. Mai 2019 beinhaltet ein Video, in dem Federer ein Bandana der Marke Uniqlo anzieht. Der Konsumentenschutz schreibt in seiner Beschwerde: «Ein Hinweis auf bezahlteWerbung fehlt jedoch».

Screenshot Instagram

Es geht um einen Post vom 6. Mai 2019: Er beinhaltete ein Video, in dem Tennisstar Roger Federer ein Bandana der Marke Uniqlo anzieht. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) beanstandete, dass ein Hinweis auf bezahlte Werbung fehlte. Daher sei das Schleichwerbung. Auf Instagram hat Federer knapp 7 Millionen Follower.

Die Lauterkeitskommission hat die Beschwerde der SKS nun abgewiesen. Die Kommission kam zum Schluss: Für die Follower sei es klar, dass es sich um kommerzielle Kommunikation beziehungsweise um Werbung handelt. Bei Sportlern wie Roger Federer sei es üblich und damit gut erkennbar, dass Markenlogos aus rein kommerziellen Hintergründen präsentiert werden.

Nicht nur gegen Federer, sondern auch gegen Mode-Influencerin Xenia Tchoumitcheva hatte die SKS Beschwerde wegen Schleichwerbung eingereicht. Bei Tchoumitcheva ging es um einen Instagram-Post, der sie mit Markenschmuck zeigt. Auch diese Beschwerde wurde abgewiesen. Insbesondere weil der gesamte Account von Tchoumitcheva kommerzieller Natur sei, müsse der Beitrag nicht als Werbung gekennzeichnet werden, so die Lauterkeitskommission.

«Es herrscht nun Chaos»

Die SKS ist enttäuscht über den Entscheid. «Die Entscheide bringen weder den Influencern noch den Konsumenten Klarheit. «Es herrscht nun ein Chaos, wann Werbung in den sozialen Medien gekennzeichnet werden muss», sagt Geschäftsleiterin Sara Stalder.

Im Juli hatte die Lauterkeitskommission Posts von Iouri Podladtchikov und Jolanda Neff als nicht gekennzeichnete Werbung und somit als unlauter eingestuft. Die beiden Sportler hatten auf Instragram für ein Bekleidungsunternehmen sowie eine Kreditkartenfirma geworben und dies nicht entsprechend gekennzeichnet.

«Diese unterschiedlichen Beurteilungen sind nicht nachvollziehbar, denn der Snowboarder Iouri Podladtchikov wurde im Juli dazu angehalten, einen Post mit seinem Kleidersponsor als Werbung auszuweisen und auch Jolanda Neff wurde empfohlen, in ihrem Kanal die Werbung zu kennzeichnen», kritisiert Stalder.

Bei der Lauterkeitskommission kann jede Person eine Beschwerde einreichen. Allerdings spricht die Kommission keine rechtskräftigen Urteile, sondern Empfehlungen aus, die von den Werbetreibenden berücksichtigt werden sollen. Damit sollen Klagen oder Strafverfahren von staatlichen Behörden vermieden werden.

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