Kampf der Ausrüster: Roger Federer mit Nike gegen Adidas und Fila

Aktualisiert

Kampf der AusrüsterRoger Federer mit Nike gegen Adidas und Fila

Wimbledon 2017 ist nicht nur Roger Federer gegen Tomas Berdych oder Marin Cilic gegen Sam Querrey. Es ist auch ein brisantes Duell der Kleiderausrüster.

von
mal/sr
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Die Top 20 der Weltrangliste und ihre Ausrüster:1. Andy Murray (Under Armour)

Die Top 20 der Weltrangliste und ihre Ausrüster:1. Andy Murray (Under Armour)

AFP/Daniel Leal-olivas
2. Rafael Nadal (Nike)

2. Rafael Nadal (Nike)

/Michael Steele
3. Stan Wawrinka (Yonex)

3. Stan Wawrinka (Yonex)

epa/Gerry Penny

Es geht ans Eingemachte diese Tage in Wimbledon. Am Sonntag entscheidet sich, wer 2017 Champion in Wimbledon wird. Wird unser Roger Federer seiner Favoritenrolle gerecht? Macht es der zum Geheimfavoriten aufgestiegene Marin Cilic? Oder gibt es einen Überraschungscoup durch Tomas Berdych oder Sam Querrey?

Fila mit zwei Spielern in den Halbfinals

Doch es geht nicht nur um Federer, Cilic, Berdych oder Querrey. Es geht auch um Nike, Fila oder Adidas. Dies sind die Kleiderausrüster der im Turnier verbliebenen Männer. Federer steht bei Nike unter Vertrag, Berdych repräsentiert Adidas und Cilic sowie Querrey spielen in Fila-Kleidung.

Sie bekommen in ihren Shirts, mit Caps oder Stirnbändern mit den entsprechenden Logos in diesen Tagen weltweit enorm viel TV-Präsenzzeit. Der Wimbledon-Titel wäre daher für die involvierten Firmen weit mehr als nur ein Prestigeerfolg gegen die Konkurrenz, es wäre die perfekte Werbung zur besten Sendezeit. Was kann sich ein Sportkleider-Ausrüster mehr wünschen, als wenn sein Schützling der grosse Wimbledon-Champion wird und für den Erfolg steht?

Federers Rekordvertrag, Djokovics Transfer

Natürlich sind die grossen Stars nicht billig. Dass Federer mit einem Ewigvertrag Nike-Kleider trägt, soll dem US-Sportartikelhersteller 2008 die Rekordsumme von 130 Millionen Franken wert gewesen sein. Auch Nadal ist bei Nike und soll von 2014 bis 2018 rund 50 Millionen Franken erhalten. Auf dieselbe Summe soll die japanische Werbewaffe Kei Nishikori für seinen Fünfjahresvertrag mit Uniqlo kommen, und für Novak Djokovic soll Uniqlo für fünf Jahre ebenfalls mehr als 40 Millionen Franken ausgegeben haben.

Der Vertrag mit dem Serben ist in diesem Frühjahr jedoch ausgelaufen, und so inszenierte Lacoste seine Verpflichtung für fünf Jahre vor den French Open im grossen Stil. Djokovic betonte dabei, dass der Übertritt für ihn auch eine Herzensangelegenheit sei. Schon seine Eltern hätten die Shirts mit dem Krokodil getragen, Lacoste sei für ihn Tennis-Nostalgie. Pech ist für die französische Firma, dass Djokovic ausgerechnet jetzt in einer schlechten Phase seiner Karriere steckt und nun nach seinem verletzungsbedingten Viertelfinal-Out in Wimbledon womöglich auch noch lange ausfällt. So lassen sich die Fans natürlich schlecht für Krokodil-Polo-Shirts begeistern.

Cilic von China nach Südkorea

Einen Ausrüster-Transfer hat auch Berdych hinter sich, der bis 2015 die Kleiderkette H&M repräsentierte, seit 2016 aber Adidas trägt. Bemerkenswert ist das Revival von Fila, das man im Sportartikel-Markt in den letzten Jahren nicht mehr wirklich als ganz grossen Player wahrgenommen hat, nun aber mit Cilic und Querrey zwei Wimbledon-Halbfinalisten stellt. Cilic wechselte vor einem Jahr von den Chinesen Li-Ning zum in Südkorea beheimateten Fila-Konzern. Derweil ist die aktuelle Trendmarke Under Armour nach dem Out ihres Andy Murray in Wimbledon zwar nicht mehr dabei, aber stellt zumindest vorläufig weiter die Nummer 1 auf der Weltrangliste.

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