Aktualisiert 19.10.2006 16:46

Roger Federer siegt in Tiebreaks

Roger Federer hat am Master-Series-Turnier in Madrid zum dritten Mal die Viertelfinals erreicht. Der topgesetzte Schweizer bekundete beim 7:6 (7:5), 7:6 (10:8)-Sieg gegen den Schweden Robin Söderling (ATP 29) allerdings mehr Mühe als erwartet.

Wie schon im Zweitrundenspiel von Tokio gegen Victor Troicki benötigte Federer zwei Mal das Tiebreak, um sich gegen Söderling durchzusetzen. Der ehemalige Junioren-Weltmeister, der so gut platziert ist wie noch nie in seiner Karriere, stellte Federer nicht zum ersten Mal - fünf der letzten sieben Sätze gegen den Schweden wurden im Tiebreak entschieden - vor erhebliche Schwierigkeiten. Im ersten Tiebreak führte Söderling nicht zuletzt dank solidem Grundlinienspiel 5:2, ehe Federer wieder einmal Nervenstärke bewies und fünf Punkte in Serie zum Satzgewinn verbuchte.

Auch in der zweiten Kurzentscheidung bewahrte der Weltranglisten-Leader seine stoische Ruhe. Erst wehrte er drei Satzbälle von Söderling ab, um dann mit zwei Assen und einem Servicewinner die Partie nach 108 Minuten zu beenden. Allerdings kam Federer bei den letzten beiden Punkten der Videobeweis zu Hilfe, den er nach zwei von den Linienrichtern Out gegebenen Bällen verlangt hatte.

Auf dem möglichen Weg zum erstmaligen Titelgewinn in Madrid, wo Federer in den letzten beiden Jahren verletzungsbedingt gefehlt hat, stellt sich am Freitag Robby Ginepri als nächstes Hindernis. Der vor kurzem 24 Jahre alt gewordene Amerikaner schaltete in seinem Achtelfinal den als Nummer 7 gesetzten Spanier Tommy Robredo aus. Gegen den US-Open-Halbfinaliten von 2005, der mit Mario Ancic und Robredo erstmals in diesem Jahr Top-15-Spieler bezwungen hat, weist Federer eine 2:0-Bilanz vor. Der letzte Erfolg gegen Ginepri (4:6, 7:5, 6:4) datiert vom Halbfinal des Masters Series 2005 in Cincinnati.

ATP-Master-Series in Madrid. Achtelfinal:

Roger Federer (Sz/1) s. Robin Söderling (Sd) 7:6 (7:5), 7:6 (10:8).

(si)

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