Aktualisiert 17.12.2019 12:41

SRF-Comedians «Zwei am Morge»Sind sie die nächsten SRF-Aushängeschilder?

Mit ihrer aktuellen Adventsreihe haben es die Macher von «Zwei am Morge» ins Fernsehen geschafft. Die Crew träumt von einer eigenen Late-Night-Show auf SRF.

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Ihr Youtube-Format gibts jetzt auch im Fernsehen: Die Crew von «Zwei am Morge» ist aktuell täglich auf Sendung. <i>(Video: SRF/20 Minuten/Wibbitz)</i>

Die TV-Präsenz

Die Comedians von «Zwei am Morge» sind fast den ganzen Dezember über täglich auf Sendung: Die Insta-Stars und Youtuber machen für SRF einen eigenen Adventskalender – bis zum 24. Dezember gibt es jeden Tag eine neue. rund zehnminütige Folge von «Zwei am Morge».

Damit schafft es das Format nun auch ins Fernsehen: Jede Folge wird um 7.45 Uhr und 22.45 Uhr auf SRF 2 gezeigt. Einzelne Folgen aus der Adventskalender-Serie werden aber auch zu besten TV-Zeiten ausgestrahlt – etwa am Sonntagabend. Damit erreichen die Comedians bis zu 100'000 Zuschauer.

Der Kalender

Die Adventsreihe von «Zwei am Morge» ist ein Ausbau des Youtube-Formats, das SRF seit zwei Jahren führt. Ein Team von 14 Leuten setzt die Sendungen um, die Aushängeschilder sind Julian Graf (27) und Ramin Yousofzai (27), die mit dem Instagram-Account @UniGag bekannt geworden sind, sowie Robin Pickis (26), der als @Schwiizchiste auf Instagram über 300'000 Follower unterhält.

Die Themen

Jede der Sendungen ist einem Thema verschrieben. «Es sind die Dinge, über die wir eh zusammen reden, über die wir uns aufregen, in denen wir gut sind und uns sicher fühlen», erklärt Ramin.

So ist es auch möglich, dass eine ganze Folge dem Cordon bleu gewidmet wird. «Wir haben uns darüber unterhalten, dass Schweizer immer Cordon bleu essen, wenn sie in ein Resti gehen. Ein Schweizer braucht sein Cordon bleu! Für uns steht das für den Bünzli», so Ramin. Und so gehts in der Folge vom 2. Dezember tatsächlich um die Fleisch-Fleisch-Käse-Kreation – und alles drum herum.

(Quelle: Youtube/Zwei am Morge)

Die Gäste

«Zwei am Morge» haben für ihre Adventsfolgen eine eindrückliche Gästeliste zusammengebracht, darunter viele Comedy-Kollegen von Jonny Fischer bis Patti Basler. «Wir hatten sicher 40 Leute auf unserer Wunschliste. Roger Federer steht auch drauf. Aber wir haben ihn dann nicht angefragt», sagt Robin.

Die meisten sagten ohnehin zu. «Viele kennen wir schon von früher, von unserer Arbeit auf Instagram und Youtube», verrät Ramin.

Die Produktion

Ihren Kalender haben die Sendungsmacher innert fünf Wochen umgesetzt, die Folgen sind inzwischen alle im Kasten. Bis zu 40 Minuten Material werden für eine zehnminütige Sendung aufgenommen: aufwendige Sketches, Interviews, Studio-Talk.

Der Adventskalender hat das Team auch entsprechend gefordert. Eine grosse Challenge sei die Jahreszeit. Ramin: «Viele sind mal krank – aber fehlen liegt dann nicht drin.»

Die Zukunft

Im Zuge der SRF-Comedy-Offensive scheint klar: Das Team von «Zwei am Morge» dürfte früher oder später einen fixen Sendeplatz im Fernsehen erhalten. Den Machern wäre das recht. «Eine Late-Night-Show wäre cool. Wir machen ja jetzt schon viel, was für solche Shows typisch ist – Sketches, Stand-up, Interviews. Das würde ich gern mal ausbauen», sagt Robin.

Kollege Ramin siehts ähnlich: «Mein Traum wäre es, die Freiheiten, die wir aktuell online haben, ins Fernsehen rüberzunehmen. Ein bisschen wie ‹Circus Halligalli›.» Zunächst wollen sie 2020 aber ihr Youtube-Format weiter ausbauen und «aufs nächste Level» bringen.

Die letzte Folge des Adventskalenders schauen sie am 24. Dezember gemeinsam mit Freunden. Danach gehts in die Ferien – ebenfalls zusammen. Sie freuen sich aufs Abschalten. «Ich träume nämlich schon von Kameras, die mich filmen», sagt Ramin.

Hier ist die Folge vom 16. Dezember (Quelle: Youtube/Zwei am Morge)

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