Aktualisiert 22.04.2018 14:19

Kanton UriRoger Nager ist der neue Urner Landammann

Die Urner haben gewählt. Roger Nager wurde zum Urner Landammann erkoren. Das Resultat war mehr als eindeutig.

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2208 Urner gaben Nager an der Urne ihre Stimme. Nur gerade 765 schrieben die Namen Vereinzelter auf den Stimmzettel. Die Stimmbeteiligung lag bei 12,8 Prozent, wie die Standeskanzlei am Sonntag mitteilte.

2208 Urner gaben Nager an der Urne ihre Stimme. Nur gerade 765 schrieben die Namen Vereinzelter auf den Stimmzettel. Die Stimmbeteiligung lag bei 12,8 Prozent, wie die Standeskanzlei am Sonntag mitteilte.

Keystone/Urs Flueeler
Die fünf (von sieben) gewählten Regierungsräte Roger Nager, Barbara Bär, Beat Joerg, Heidi Zgraggen und Urban Camenzind, von links nach rechts, posieren mit Blumenstraeussen, anlässlich der Urner Regierungsratswahlen vom Sonntag 28. Februar 2016 im Urner Regierungsgebaeude in Altdorf.

Die fünf (von sieben) gewählten Regierungsräte Roger Nager, Barbara Bär, Beat Joerg, Heidi Zgraggen und Urban Camenzind, von links nach rechts, posieren mit Blumenstraeussen, anlässlich der Urner Regierungsratswahlen vom Sonntag 28. Februar 2016 im Urner Regierungsgebaeude in Altdorf.

Keystone/Urs Flueeler

Fast wie die Jungfrau zum Kind ist der Urner FDP-Regierungsrat Roger Nager zum Amt des Landammanns gekommen. Das Stimmvolk wählte den Baudirektor am Sonntag in der Stichwahl zum Regierungsvorsitzenden.

Über 2000 Urner wählten Nager

2208 Urner gaben Nager an der Urne ihre Stimme. Nur gerade 765 schrieben die Namen Vereinzelter auf den Stimmzettel. Die Stimmbeteiligung lag bei 12,8 Prozent, wie die Standeskanzlei am Sonntag mitteilte. Der 48-jährige Nager hatte bereits im ersten Wahlgang Anfang März das beste Resultat erzielt – obwohl er nicht offiziell kandidiert hatte.

Weil damals sowohl er als auch seine Parteikollegin Barbara Bär, die gemäss Turnus für das Landammann-Amt an der Reihe gewesen wäre, das absolute Mehr verfehlten, kam es zum zweiten Wahlgang. Für diesen hatte Bär ihren Verzicht erklärt: Es dürfe nicht sein, dass das Regierungskollegium durch die Landammannwahl gespalten werde, begründete sie den Schritt.

Die SVP hatte vor dem ersten Wahlgang an Bärs Stelle Nager vorgeschlagen. Bär war auch innerhalb der CVP und SP/Grünen umstritten. Ihr wurde unter anderem vorgehalten, sie gehe zu wenig auf die Anliegen der Gemeinden ein. Als Beispiele führte die SVP die Einführung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) auf oder den Eklat rund um die geplante Asylunterkunft in Seelisberg.

Nager stellte sich zur Verfügung

Roger Nager stellte sich nach Bärs Rückzug als offizieller Kandidat zur Verfügung, auch wenn das Amt für ihn unerwartet früh komme. Der ehemalige Gemeindepräsident von Andermatt sitzt seit 2016 in der Regierung. Bei der Landammannwahl genoss er die Unterstützung von SVP und CVP.

Anders als in den meisten Kantonen wählt im Kanton Uri nicht das Parlament den Landammann, sondern das Volk und zwar alle zwei Jahre. Es ist Brauch, dass der scheidende Landammann von dessen Stellvertreter, dem Landesstatthalter, beerbt wird.

(SDA)

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