Hundsgemeine Diebe: Rollbrett-Star Armani wurde gestohlen

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Hundsgemeine DiebeRollbrett-Star Armani wurde gestohlen

Der kleine Armani ist ein Star in Strohwilen TG: Er fährt am liebsten auf dem Rollbrett. Doch jetzt haben Diebe das Hündchen gestohlen. Seine Besitzerin hat 1000 Franken Finderlohn ausgesetzt.

von
Andrea Heeb Perrig

«Mir geht es sehr schlecht. Ich schwanke zwischen Wut und Trauer und habe Angst, dass es meinem kleinen Armani irgendwo schlecht geht», sagt Irene Grether. Am 17. Februar wurde der Rüde aus dem Vorgarten in Strohwilen gestohlen. «Jemand muss ihn angelockt und ihn dann über den Hag hinweg gepackt haben», so die Besitzerin. Sie ist sich sicher, dass der Hund gestohlen wurde, denn der Rüde wich nie von ihrer Seite.

Armani wurde im letzten Dezember zwei Jahre alt und liebt Herausforderungen über alles. Sein neustes Vorhaben war Rollbrett fahren. «Nachdem ich im TV einen Rollbrett fahrenden Hund sah, wusste ich sofort, dass dies auch etwas für meinen Armani ist und er liebte es», sagt Grether.

Armani war bei der Geburt seiner Kinder nicht dabei

Im letzten Jahr bestand Armani die Zuchtzulassungsprüfung und durfte zwei von Irene Grethers Zuchthündinnen decken. «Er kümmert sich liebevoll um seine schwangeren «Mädels».Doch leider konnte er die Geburt seiner Kinder nicht mehr miterleben», so Irene Grether.

Nachdem Armani weg war, hat Irene Grether ihr ganzes Umfeld gebeten, ihr bei der Suche nach dem Rüden zu helfen. Sie hat Suchflyers gedruckt und verteilt, E-Mails an alle erdenklichen Stellen verschickt und auf Facebook Suchmeldungen aufgeschaltet. Doch Armani bleibt verschwunden. Jetzt hat sich Irene Grether entschlossen, einen Finderlohn von 1000 Franken auszusetzen. Der Dieb habe nichts zu befürchten. Grether: «Es wird einfach ein Austausch sein: Mein Armani gegen das Bargeld.»

Armani ist gechipt

Möchte der Finder anonym bleiben, so könne er Armani auch bei einer Tierarztpraxis oder einem Tierheim abgeben. Der Hund ist gechipt und Irene Grether kann so sofort beweisen, dass es ihr Tier ist. «Ich kann nicht akzeptieren, dass Armani weg ist. In meinem Inneren spüre ich, dass er noch lebt und nach Hause kommen möchte», sagt Grether.

Peter Rub, Präsident der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft SKG, kennt mehrere Fälle von Diebstahl von Zuchthunden. «Das kommt ab und zu vor.» Mit einem gestohlenen Tier könne man aber nicht auf legalem Weg junge Hunde züchten. «Wir verlangen schriftliche Unterlagen zu den Hunden, auf denen der richtige Besitzer steht.» Allerdings hat nur rund jeder vierte Hund in der Schweiz Papiere der SKG.

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