Aktualisiert 28.07.2004 21:36

Roller-Boom ist vorbei – schwere Töffs im Trend

Trendwende im Töff-Markt: Der Boom bei den Rollern ist vorbei. Dafür verkaufen sich die schweren Maschinen deutlich besser – vor allem wegen neuer Führerausweisbestimmungen.

Die Schweizer machen wieder grössere Anschaffungen: Im ersten Halbjahr 2004 verkauften die Töff-Händler 16 600 schwere Motorräder – 12,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Das Geschäft mit den Rollern hingegen läuft nicht mehr so gut. Die Fachgeschäfte mussten im ersten Halbjahr einen Rückgang um 3,6 Prozent auf 12 800 Scooter hinnehmen. Im Monat Mai betrug das Minus sogar 14,6 Prozent. «Vor allem bei den kleinen, hochtourigen Rollern bis 50 Kubikzentimeter ist der Boom vorbei», sagt Gian Marco Badrutt, Marketingleiter beim Yamaha-Importeur Hostettler.

Der Trend zu den leistungsstarken Maschinen ist aber weniger Geschmacksache, sondern vielmehr die Folge der neuen gesetzlichen Bestimmungen. Seit dem 1. April 2003 dürfen Autolenker auch grosse Motorräder bis 25 Kilowatt (34 PS) fahren. Wer über 25 Jahre alt ist, darf ohne Vorkenntnisse eine Maschine der stärksten Klasse kaufen und mit einem «L» sogleich losfahren. Die Motorradhersteller können deshalb ein schönes Wachstum feiern: Yamaha meldet allein für die 600-Kubikzentimeter-Klasse bis 25 Kilowatt ein Absatzwachstum von 40 Prozent.

(SDA/mhb)

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