Zürcher Konzert: Rolling-Stones-Tickets zu Spottpreisen im Netz
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Zürcher KonzertRolling-Stones-Tickets zu Spottpreisen im Netz

Auf Online-Marktplätzen werden Rolling-Stones-Tickets teilweise zu Schnäppchenpreisen verkauft. Der Veranstalter warnt aber: «Hände weg!»

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wed
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Am 9. September starteten die Rolling Stones ihre Europa-Tour in Hamburg. Am Mittwoch, 20. September, treten sie im Zürcher Letzigrund auf.

Am 9. September starteten die Rolling Stones ihre Europa-Tour in Hamburg. Am Mittwoch, 20. September, treten sie im Zürcher Letzigrund auf.

Carsten Rehder
Am Sonntag, 17. September, ist die englische Rockband mit ihrer eigenen Boeing-Maschine in Zürich gelandet.

Am Sonntag, 17. September, ist die englische Rockband mit ihrer eigenen Boeing-Maschine in Zürich gelandet.

Keystone/Walter Bieri
Im Gegensatz zu den bisherigen drei Konzerten ist das in Zürich aber noch nicht ausverkauft. Auf diversen Online-Marktplätzen werden gar mehrere Hundert Tickets angeboten – zu tieferen Preisen.

Im Gegensatz zu den bisherigen drei Konzerten ist das in Zürich aber noch nicht ausverkauft. Auf diversen Online-Marktplätzen werden gar mehrere Hundert Tickets angeboten – zu tieferen Preisen.

Keystone/Walter Bieri

Zum 13. Mal treten die Rolling Stones am Mittwoch in der Schweiz auf. Bereits am Sonntag ist die englische Rockband mit ihrer eigenen Boeing 767 in Zürich gelandet – viele Fans begrüssten sie. Ob Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood nach drei ausverkauften Europa-Konzerten in Hamburg, München und Spielberg auch am Mittwoch vor einem ausverkauften Letzigrund auftreten, ist noch unklar. Im offiziellen Vorverkauf auf Ticketcorner sind weiterhin Tickets in vier verschiedenen Kategorien erhältlich.

Und auch ein Blick auf die Online-Marktplätze Ricardo, Ebay, Anibis und Tutti.ch zeigt: Weit über 700 Tickets werden auf den Plattformen zum Verkauf angeboten. Es ist zwar davon auszugehen, dass einige Inserate doppelt geschaltet wurden, die Preise sprechen allerdings eine deutliche Sprache. So gibt es Stehplatz-Tickets bereits ab 99 Franken – das liegt deutlich unter dem offiziellen Vorverkaufspreis von 166 Franken.

Preise sind übertrieben

Wenn es nach den 20-Minuten-Lesern geht, sind die Preise – 166 Franken für einen Stehplatz, 370 Franken für einen Sitzplatz – auch der Grund, wieso noch nicht der grosse Hype um die Tickets ausgebrochen ist. «Klar sind es die weltberühmten Rolling Stones, aber diese Preise sind einfach viel zu übertrieben», schreibt ein Leser. Und ein anderer Leser schreibt: «Hätte die Stones sehr gern nochmals gesehen, aber für den Preis von zwei Sitzplatztickets gönne ich mir lieber eine Woche am Strand.»

Für André Béchir, Geschäftsführer von Veranstalter ABC Production, sind die Preise absolut berechtigt: «Die Ticketpreise bewegen sich im gleichen Rahmen wie 2014 und wurden mit dem Management abgestimmt.» Musikkultur könne nicht gratis sein und werde auch nicht subventioniert.

«Hände weg von Online-Marktplätzen»

Er sei sehr zufrieden mit dem Vorverkauf. «Es sind nur noch wenige 100 Tickets erhältlich, das Konzert ist nahezu ausverkauft», so Béchir. Vor einem Ticketkauf auf Online-Marktplätzen warnt Béchir: «Hände weg! Wir können nicht garantieren, dass diese Tickets überhaupt gültig sind.» Die Verkäufe würden sich zudem im Graubereich der Legalität bewegen.

Und was können die Besucher am Mittwochabend erwarten? «Über 2 Stunden Hit an Hit, immer noch die beste Rockband der Welt, fit wie eh und je. Ein Muss für alle Musikfans», so Béchir.

Sie sind da!

Die Rolling Stones landen in Zürich.
(Video: Tamedia/Leserreporter)

Die Rolling Stones sind am Sonntag mit ihrer eigenen Boeing am Flughafen Zürich gelandet.

«Kein Graubereich»

Dass sich der Ticketsverkauf auf Onlineportalen im Graubereich der Legalität bewegt, verneint Simon Marquard, Sprecher von Ricardo: «Solange die Tickets nicht personalistiert sind, ist das legal.» Gewerbsmässigen Handel würde Ricardo aber nicht dulden. Bei Verdacht auf gewerblichen Handel könne Ricardo Nachweise verlangen, ob der Verkäufer dazu berechtigt sei. Falls nicht würde man die Angebote löschen und das Mitglied blockieren.

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