Schock für die Nati: Roman Wick erklärt mit 28 seinen Rücktritt!
Aktualisiert

Schock für die NatiRoman Wick erklärt mit 28 seinen Rücktritt!

Die Schweizer Nationalmannschaft verliert ihren besten NLA-Stürmer: Roman Wick (28) schockt die Eishockey-Schweiz mit seinem Rücktritt.

von
Marcel Allemann

«Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, aus der Schweizer Nationalmannschaft zurückzutreten und mich ab sofort nur noch auf die Clubmeisterschaft zu konzentrieren. Es wird für mich immer wichtiger, auf meinen Körper zu achten, damit dieser gesund bleibt. Ich habe gemerkt, dass ich für eine vollständige Regeneration und das Auskurieren von Blessuren mehr Zeit benötige. Nur so kann ich für meinen Club, die ZSC Lions, auf die Dauer 100 Prozent Einsatz bringen», erklärt Wick in einer Medienmitteilung, welche die ZSC Lions in seinem Auftrag verschickten.

Wick:« Das ist für mich kein einfacher Schritt»

Wick lässt sich in diesem wiefolgt weiter zitieren:« Das ist für mich kein einfacher Schritt. Ich bin ein Vollblut-Profi, der diesen Sport liebt und noch lange ausüben möchte. Eine Portion Wehmut ist bei diesem Entscheid sicher auch dabei. Die Zeit mit der Nationalmannschaft war sehr spannend und lehrreich. Ich versuchte die Schweiz jeweils mit einem grossen Engagement zu vertreten und tat dies voller Stolz. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Ich wünsche der Schweizer Nationalmannschaft viel Erfolg.»

Roman Wick bestritt für die Schweizer Nationalmannschaft 67 Länderspiele (22 Tore, 18 Assists), die Olympischen Spiele in Vancouver 2010 und Sotschi 2014 sowie die WM-Turniere 2008, 2009 und 2012. Zuletzt musste er jedoch immer wieder wegen Verletzungsgeschichten passen. So verpasste der Zürcher unter anderem auch das WM-Silberwunder 2013 in Stockholm, weil er sich zuvor in den Playoffs einen Fussbruch zugezogen hatte. Auch für die letzte WM im Frühling in Minsk musste er angeschlagen forfait erklären.

Wick muss einstecken wie kaum ein Zweiter

Wegen seiner Torgefährlichkeit gehört Wick, der unlängst zum MVP der vergangenen Saison gewählt wurde, zu jenen Spielern in der Liga, die am meisten einstecken müssen. Er tut dies zumeist klaglos. Entsprechend muss er auch immer wieder kleinere und grössere Blessuren behandeln lassen. So gross der Verlust dieses Klassestürmers für die Nati und den neuen Trainer Glen Hanlon zum Amtsantritt auch ist, irgendwie ist Wicks Begründung nachvollziehbar. Hanlon hofft, Wick trotz des Rücktritts «irgendwie» ins Nationalmannschaftprogramm «einbinden zu können».

Deine Meinung