Kloten oder Nordamerika: Roman Wick nicht zum SC Bern
Aktualisiert

Kloten oder NordamerikaRoman Wick nicht zum SC Bern

Nationalstürmer und Calder Cup-Sieger Roman Wick (26) wird den SCB in der neuen Saison nicht verstärken. Der Stürmer hat noch zwei offene Optionen.

von
Klaus Zaugg
Roman Wick: Kloten oder Nordamerika.

Roman Wick: Kloten oder Nordamerika.

Noch ist offen, für wen Wick, der soeben mit Binghampton als erster Schweizer die AHL-Meisterschaft (Calder Cup) gewonnen hat, nächste Saison stürmen wird. Sein Vertrag mit Ottawas Farmteam ist ausgelaufen und in der Schweiz hat er lediglich ein «Gentlemen-Agreement» mit den Kloten Flyers.

Der SC Bern ist stark an Wick interessiert. SCB-Sportchef Sven Leuenberger sucht auf dem Transfermarkt einen Schweizer Stürmer, der den verunglückten Kevin Lötscher (23) ersetzen kann. Leuenberger muss davon ausgehen, dass Lötscher nächste Saison nicht spielen kann. (20 Minuten Online berichtete).

Wick: Nordamerika oder Kloten

Wicks Agent André Rufener stellt nun gegenüber 20 Minuten Online klar, dass sein Klient nicht nach Bern zügeln wird: «Es gibt zwei Optionen: Entweder ein neuer Vertrag in Nordamerika oder eine NLA-Saison bei den Kloten Flyers. Ein Transfer zum SC Bern ist ausgeschlossen.»

Weil ein Ersatz von Lötscher auf dem Schweizer Markt nicht zu finden ist, intensiviert Leuenberger die Bemühungen, seinen ausländischen Verteidiger Joel Kwiatkowski (34) doch noch bei einem anderen Arbeitgeber unterzubringen. Der Versuch, den Kanadier zu Fribourg zu transferieren, ist gescheitert, Fribourg hat sich für den Tschechen Michal Barinka (26) entschieden (20 Minuten Online berichtete). Der SCB-Sportchef kann jedoch wegen der strengen SCB-Budgetdisziplin nur dann einen weiteren ausländischen Stürmer verpflichten, wenn er vorher Kwiatkowski (mit einem Vertrag bis Ende nächster Saison) los wird.

Simon Moser zu teuer

Und wie wäre es mit der Lösung, einen Stürmer bei der Konkurrenz aus einem laufenden Vertrag herauszukaufen – beispielsweise Simon Moser (22) von den SCL Tigers? Leuenberger sagt gegenüber 20 Minuten Online, das sei keine Option. «Wenn wir schon nicht das Budget für fünf Ausländer beim Saisonstart haben, dann haben wir auch nicht das Budget, um die Transfersumme für den Wechsel aus einem laufenden Vertrag heraus zu bezahlen.» Diese Transfersumme würde im Falle von Simon Moser bei einem Transfer gegen den Willen des Arbeitgebers mindestens eine Million Franken betragen.

Schlimmstenfalls beginnt der SCB halt die Saison mit Kwiatkowski und ohne zusätzlichen ausländischen Stürmer – im Laufe der Saison wird Leuenberger ja dann das Budget für einen fünften Ausländer bekommen. Der SCB verpflichtet im Hinblick auf die Playoffs immer einen zusätzlichen Ausländer.

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