Romasiedlungen werden geräumt
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Romasiedlungen werden geräumt

Roms neuer Bürgermeister Gianni Alemanno will 65 Romasiedlungen räumen lassen, die am Stadtrand illegal erstellt wurden.

«Man muss diese Siedlungen abbauen, das ist eine Priorität. In Rom gibt es 85 Romasiedlungen, nur 20 davon sind legal», sagte der rechtsgerichtete Politiker, der die Bürgermeisterwahl vor drei Wochen gewonnen hatte.

Alemanno versprach die Ausweisung der straffälligen ­Roma. «Die anderen Roma sollen in legalen Siedlungen untergebracht werden. Sie müssen dabei die Prinzipien des zivilen Zusammenlebens respektieren», betonte er. In den letzten Tagen wurden in Rom mehrere Kontrollen in den Barackensiedlungen durchgeführt. Zwölf Personen wurden festgenommen. Ihnen werden Drogenhandel, Überfälle und Diebstähle vorgeworfen.

Der «Corriere della Sera» veröffentlichte gestern eine Umfrage zur strikten Linie der Regierung gegenüber den Roma. Resultat: Drei von vier Italienern sind mit dem Vorgehen einverstanden. Anti-Roma-Gefühle sind in der italienischen Bevölkerung weit verbreitet, wie aus der Umfrage hervorging.

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