Aktualisiert 09.10.2012 09:36

US-WahlenRomney liegt in neuer Umfrage vor Obama

Würden die USA heute ihren Präsidenten wählen, käme es gemäss einer nationalen Umfrage zu einem Machtwechsel. Zum ersten Mal liegt Herausforderer Mitt Romney vier Punkte vor Obama.

Liegt in einer Umfrage zum ersten Mal vor dem amtierenden Präsidenten Obama: Der republikanische Kandidat Mitt Romney.

Liegt in einer Umfrage zum ersten Mal vor dem amtierenden Präsidenten Obama: Der republikanische Kandidat Mitt Romney.

Vier Wochen vor der US-Wahl muss Präsident Barack Obama um seinen lange Zeit sicher geglaubten Vorsprung fürchten. Der republikanische Bewerber Mitt Romney zog in einer nationalen Wählerbefragung am demokratischen Amtsinhaber vorbei.

Bei den Wählern, die voraussichtlich ihre Stimme abgeben werden, kam Romney in einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage des Pew Research Center auf 49 Prozent. Für Obama würden 45 Prozent der Befragten stimmen.

In der Vorwoche hatte Obama beim ersten TV-Rededuell der beiden Kandidaten nach Ansicht vieler Kommentatoren überraschend unmotiviert gewirkt und Romney das Feld überlassen.

Auch andere Umfrageinstitute, wie zum Beispiel Gallup, verzeichnen wachsenden Zuspruch für Romney. Allerdings sind die Umfragewerte derart knapp, dass die Abstände zwischen den beiden Kandidaten im Bereich des statistischen Irrtums liegen. Alles deutet darauf hin, dass es am 6. November ein extrem spannendes Rennen geben dürfte.

Globaler Führungsanspruch

Der Republikaner Romney nimmt zunehmend die als zu zögerlich kritisierte Aussenpolitik Obamas ins Visier. In einer aussenpolitischen Grundsatzrede forderte Romney mehr Druck auf den Iran und bekräftigte den globalen Führungsanspruch der USA.

«Das 21. Jahrhundert kann und muss ein amerikanisches Jahrhundert sein», sagte Romney. Der in der Aussenpolitik bislang wenig erfahrene Republikaner sprach sich energisch gegen Einsparungen im US-Militärhaushalt aus. Präsident Obama habe in der Aussenpolitik versagt.

Romney warb auch für eine stärkere Bewaffnung syrischer Rebellen. Die USA müssten gemeinsam mit ihren Partnern sicherstellen, dass die demokratische Opposition notwendige Waffen erhalte, um gegen die militärische Übermacht von Machthaber Baschar al-Assad vorzugehen.

Die Rebellen müssten «die Waffen bekommen, die sie brauchen», um die Assad-Truppen zu besiegen, sagte er vor dem Virginia Military Institute in Lexington. Allerdings forderte Romney nicht, dass die USA selbst Waffen liefern sollten.

Weitere Rededuelle

Am Donnerstag findet die einzige Debatte der Bewerber für das Amt des Vize-Präsidenten, Joe Biden (Demokraten) und Paul Ryan (Republikaner), statt. Das zweite von insgesamt drei Rededuellen der beiden Präsidentschaftskandidaten ist für nächsten Dienstag, den 16. Oktober geplant. (sda)

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