Aktualisiert 14.08.2019 14:21

Die GOAT-Frage

Ronaldo erklärt, warum er besser als Messi ist

Die beiden grössten aktiven Fussballer der Welt befinden sich im ewigen persönlichen Fernduell. Der Portugiese kennt seinen Favoriten.

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Treffen der Superstars an der Weltfussballer-Wahl 2017, die Cristiano Ronaldo gewann. Zur Rivalität sagt Ronaldo jüngst in einer DAZN-Dokumentation: «Ich habe noch nie so viel Rivalität zwischen zwei Top-Spielern über so viele Jahre gesehen. Es gibt grossartige Spieler, die ich respektiere, die drei, vier, maximal fünf Jahre an der Spitze sind. Aber zehn Jahre? Nein.»

Treffen der Superstars an der Weltfussballer-Wahl 2017, die Cristiano Ronaldo gewann. Zur Rivalität sagt Ronaldo jüngst in einer DAZN-Dokumentation: «Ich habe noch nie so viel Rivalität zwischen zwei Top-Spielern über so viele Jahre gesehen. Es gibt grossartige Spieler, die ich respektiere, die drei, vier, maximal fünf Jahre an der Spitze sind. Aber zehn Jahre? Nein.»

Keystone
Geht es um die Titel- und Rekordjagd, handelt es sich meist um ein Fernduell. Auf dem Platz standen sich Messi und Ronaldo zweimal mit dem Nationalteam bei Freundschaftsspielen gegenüber. Die meisten Duelle gab es aber während Ronaldos Zeit in Spanien.

Geht es um die Titel- und Rekordjagd, handelt es sich meist um ein Fernduell. Auf dem Platz standen sich Messi und Ronaldo zweimal mit dem Nationalteam bei Freundschaftsspielen gegenüber. Die meisten Duelle gab es aber während Ronaldos Zeit in Spanien.

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Barcelona und Real Madrid spielten in den neun Saisons allein in der Liga 18 Mal gegeneinander. 10 Mal gewann Messi, 4 Mal Ronaldo, 4 Mal endete die Partie Unentschieden.

Barcelona und Real Madrid spielten in den neun Saisons allein in der Liga 18 Mal gegeneinander. 10 Mal gewann Messi, 4 Mal Ronaldo, 4 Mal endete die Partie Unentschieden.

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Beide wollen unheimlich gerne die Ziege sein: Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Spätestens seit der WM im letzten Jahr ist der Begriff «Goat», Englisch für Ziege, in aller Munde. «Goat» ist nämlich gleichzeitig die Abkürzung für «Greatest of all times», es geht also um die Ernennung zum «Grössten aller Zeiten». Im Tennis, im Boxen – oder eben im Fussball.

Das Bild dieses normalerweise nicht gerade wohlriechenden Tieres ist so wunderbar widersprüchlich zur edlen, perfekten Fussballwelt, dass es sich wohl gerade dank des Gegensatzes grosser Beliebtheit erfreut. Die Diskussion wurde rund um die WM 2018 befeuert, als die beiden Protagonisten selber eindeutige Anspielungen auf das fellige Tier machten. Zuerst hatte Messi zusammen mit einer Ziege auf dem Cover eines Magazins posiert. Dann antwortete Ronaldo bei seinem Hattrick gegen Spanien, als er beim Jubeln seine Hand zu einem imaginären Ziegenbart formte.

Shaqiri besser als Messi?

Jetzt erklärt Ronaldo in einer neuen dreiteiligen CR7-Dokumentation von DAZN, was ihn von Messi unterscheidet – und abhebt: «Ich habe für viele Clubs gespielt und die Champions League mit verschiedenen Teams gewonnen.» Messi triumphierte viermal mit Barcelona, Ronaldo zuerst mit Manchester United und später viermal mit Real Madrid. In der Königsklasse sieht der Portugiese seinen grossen Pluspunkt. «Ich bin Rekordtorschütze und war in sechs Saisons hintereinander bester Torschütze. Das ist mein Lieblingsturnier, das wichtigste Turnier im Fussball.»

Man könnte jetzt ganz viele andere Zahlen vergleichen wie die Direktduelle (16:10 für Messi) oder die Anzahl der Weltfussballer-Auszeichnungen (5:5) oder die Anzahl Titel mit der Nationalmannschaft (2:0 für Ronaldo). Man könnte sich auch fragen, ob nicht die Weltmeisterschaft wichtiger ist als die Champions League. Sowieso ist klar: Die Meinungen rund um die «Goat»-Debatte werden immer geteilt bleiben.

Nach Ronaldos Kriterium aber ist auch ein Schweizer besser als Messi: Xherdan Shaqiri gewann die Champions League mit Bayern München und Liverpool. Und der Niederländer Clarence Seedorf triumphierte gar mit Ajax Amsterdam, Real Madrid und der AC Milan. Ist er nun die Ziege?

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