Aktualisiert 29.04.2008 10:06

Ronaldo: Sex, Drugs und Transvestiten?

Der brasilianische Kicker Ronaldo hat Ärger am Hals: Drei Transvestiten beschuldigen ihn, die Zahlung für ihre Dienste verweigert und sie zudem nach Drogen gefragt zu haben. Ein Video des Streits solle es auch geben …

Die Situation eskalierte in der Nacht vom 27. auf den 28. April in Rio de Janeiro: Ronaldo hatte drei Prostituierte aufgegabelt und mit in sein Motel genommen. Als er sich jedoch ans Eingemachte machen wollte, kam das böse Erwachen: Es handelte sich bei André Albertino und seinen zwei Kolleginnen um Transvestiten.

Das war nicht das, was sich der 31-Jährige vorgestellt hatte, dennoch bot er den Dreien an, sie zu bezahlen. «Er hat alles bestätigt, er wollte Spass haben», sagte Polizeiinspektor Carlos Nogueira zur Nachrichtenagentur AP. «Aber es war kein Verbrechen, höchstens unmoralisch.» Prostitution ist in Brasilien legal.

Erpressung oder Wahrheit?

So weit, so einig sind sich die Parteien. Was dann geschehen ist, ist strittig. Die Transvestiten sagen, Ronaldo hätte die Nacht mit ihnen verbracht, aber nicht zahlen können. Deshalb hätte er seinen Fahrzeugbrief als Pfand dagelassen, aber auch mit Gewalt gedroht und nach Drogen gefragt. Laut «Netzzeitung» hätten die Prostituierten ein Video ins Netz gestellt, in dem ein verärgerter Ronaldo zu sehen und Albertinos Stimme zu hören ist, der sagt: «Um zu beweisen, dass Du es bist.» Später wird Albertino den Fahrzeugbrief des Sportlers vor Journalisten präsentieren.

Laut Darstellung des Kickers vom AC Milan hätten die Transvestiten ihn erpressen wollen, als er seinen Irrtum bemerkte. Als er gehen wollte, hätten sie 30 000 Franken von ihm verlangt, damit sie nicht an die Presse gehen. Ein Fall von Erpressung? Die Polizei glaubt dem Stürmer mehr als der Gegenseite, weil seine Version des Hergangs «glaubhafter» sei. Ein weiteres Indiz: Die Transvestiten, die wie Ronaldo freiwillig zur Polizei gegangen waren, verliessen die Wache vor einer ausführlichen Befragung wieder. Dem Sender «TV Globo» sagte der Fussballer, er sei Opfer eines Erpressungsversuchs und habe nie etwas mit Drogen zu tun gehabt.

(phi/AP)

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