Zoff in Madrid: Ronaldos «C.» bedeutet Millionen
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Zoff in MadridRonaldos «C.» bedeutet Millionen

Cristiano Ronaldo sorgt in seiner neuen Wirkungsstätte bereits für einigen Wirbel. Sein Trikot möchte der eitle Portugiese gerne ohne «C.» beschriften – den Club könnte dieser Sonderwunsch allerdings Millionen kosten. Aber nicht nur den Club.

von
tog/si

Bei Real Madrid nimmt man es genau. Der neue Mann mit der Rückennummer 9 bei den Königlichen soll nicht einfach nur «Ronaldo», sondern «C. Ronaldo» sein. Den kleinen Unterschied haben raffgierige Marketingstrategen geschaffen: Um den teuren Ronaldo-Deal möglichst schnell wieder zu amortisieren.

Alter neuer Superstar

Einen Ronaldo mit der Rückennummer 9 gab es in der jüngeren Geschichte der Königlichen bereits. Mit vollem Namen hiess dieser Ronaldo Luís Nazário de Lima, Ex-Pummelchen und Liebhaber von Transvestiten, Brasiliens Ronaldo. Die Real-Marketing-Strategen befürchten nun, dass es sich Besitzer eines alten Brasil-Ronaldo-Shirts zweimal überlegen, ein Trikot vom neuen Portugal-Ronaldo zu erwerben. Schliesslich bemerken nur wenige den Unterschied, wenn man mit dem alten Brasil-Ronaldo-Shirt im Stadion auftaucht. «Ronaldo» wird zu «Ronaldo». Deshalb der Trick mit dem «C.». Nur wer sich mit einem «C. Ronaldo»-Shirt blicken lässt, hätte sich als Fan des neuen Ronaldo ausgeben können.

Schnitt ins eigene Fleisch

Auf das «C.» will Portugal-Ronaldo nun aber verzichten. Das berichtet die Daily Mail. Dem Club könnten so Millionen entgehen – Millionen, welche dringend benötigt werden, hat man doch gerade 214 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Doch nicht nur dem Club entgeht dadurch viel Geld. Ronaldo ist selber zu 50% an den Trikotverkäufen beteiligt. Gut möglich also, dass sich Ronaldos Eitelkeit aufs eigene Portemonnaie schlägt. Mit einem Wochenlohn von 350 000 Franken hat Ronaldo im Gegensatz zu seinem Arbeitgeber aber keine Geldsorgen.

Geld aus dem asiatischen Markt

Derweil lässt sich Real Madrid andere Tricks einfallen, um an Geld zu kommen. Sie wollen in Zukunft nur noch am Nachmittag spielen. Dies, um den Milliardenmarkt in Asien besser bedienen zu können.

Gemäss der spanischen Sporttageszeitung AS möchte Klub-Präsident Florentino Perez den Liga-Vorstand und die TV-Stationen überzeugen, die Real-Spiele in Zukunft bereits um 15 Uhr im Winter und um 16 Uhr im Sommer live zu übertragen.

Zwar dürfte die Einschaltquote in Spanien bei einer Verlegung der Partien leicht einbrechen. Durch den Zugewinn der asiatischen Zuschauer, die die Spiele dann am Abend verfolgen könnten, erhofft sich Madrid allerdings eine Steigerung der möglichen TV-Kontakte von weltweit derzeit 800 Millionen auf 1,8 Milliarden.

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