Verwerteter Freistoss: Ronaldos Jubel nach 43 Fehlversuchen
Aktualisiert

Verwerteter FreistossRonaldos Jubel nach 43 Fehlversuchen

Früher galt der Portugiese als Freistoss-Genie. Seit er bei Juventus Turin unter Vertrag steht, happerts jedoch mit seiner Kunst. Bis zum 4:1 im Derby gegen Torino.

von
Tobias Müller

Ronaldos Freistosstor gegen Torino.

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Darum gehts

⦁ Cristiano Ronaldo feiert bei Juventus ein persönliches Erfolgserlebnis.

⦁ Der Portugiese trifft erstmals per direktem Freistoss.

⦁ CR7 darf mit Juve wohl bald den nächsten Meistertitel bejubeln.

Juventus Turin ist dem neunten Scudetto in Serie einen grossen Schritt näher gekommen. Die Alte Dame siegte im Derby gegen den FC Torino gleich mit 4:1, und weil der Tabellenzweite Lazio Rom der AC Milan 0:3 unterlag, steht der Rekordmeister acht Runden vor Schluss mit sieben Punkten Vorsprung an der Spitze. Der grosse Held beim deutlichen Sieg im Turnier Derby? Natürlich, Cristiano Ronaldo. Der Portugiese schoss nach dem Seitenwechsel das wichtige Tor zum 3:1, es war sein 25. persönliches Erfolgserlebnis in dieser Meisterschaftssaison. Doch es war nicht irgendein Treffer.

Der erfolgsverwöhnte Ronaldo durfte seinen ersten direkten Freistosstreffer für Juventus feiern. Zuletzt war der 35-Jährige im Dezember 2017 erfolgreich, damals spielte er noch im Trikot von Real Madrid. Seither schoss er für die Italiener in 43 Versuchen stets daneben, in die Mauer oder in die Hände des gegnerischen Keepers. Es ist eine Statistik, die ihm in den letzten Monate einiges an Häme in den Kommentarspalten des World Wide Web einbrachte.

Interessant ist der Blick auf die Statistik, die zeigt, dass die Erfolgsmaschine Ronaldo über die Jahre immer erfolgloser beim ruhenden Ball wurde. Damals, bei Manchester United, gelangen ihm insgesamt 13 Freistosstore. Bei Real Madrid jubelte er alleine in der ersten Saison sechs Mal nach einem stehenden Ball. Danach nahmen die Erfolgszahlen stetig ab, in seiner letzten Spielzeit bei den Königlichen war er nur noch einmal erfolgreich.

In Turin vertrauten sie trotz der Durststrecke weiterhin auf Ronaldo, obwohl in den Reihen der Schwarzweissen mit Dybala und Pjanic bisher zwei ausgezeichnete Freistossschützen standen. Doch nun wurde die Geduld belohnt. Der bescheidene Ronaldo sagte nach der Partie gegen Torino: «Das Wichtigste ist, zu gewinnen, egal wer trifft – sei es Cristiano oder Dybala.»

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