Rooney «vergibt» Cristiano Ronaldo
Aktualisiert

Rooney «vergibt» Cristiano Ronaldo

Einen Monat nach dem Platzverweis von Wayne Rooney im WM-Spiel gegen Portugal war es heute soweit: Der englische Hitzkopf stand seinem «Busenfreund» Cristiano Ronaldo - der den Schiedsrichter damals gedrängt hatte, die Rote Karte zu zücken - Auge in Auge gegenüber.

Die beiden umstrittenen ManU-Stars trafen sich am Montagmittag kurz im klubeigenen Trainingskomplex. Rooney gab gegenüber der Presse zu verstehen, dass er enttäuscht war über Cristiano Ronaldos Versuche, den Schiedsrichter zu einer Roten Karte zu manipulieren. Seither habe er seinem jungen Teamkollegen aber vergeben, so Rooney, der als Erster auf dem Trainingsgelände eingetroffen war. Ronaldo umging den wartenden Medientross, indem er einen Seiteneingang nahm.

Zur Erinnerung: Das englische Enfant Terrible Wayne Rooney liess sich im WM-Viertelfinal zu einer Tätlichkeit hinreissen, sein portugiesischer Manchester-United-Teamkollege beklagte sich darauf gestenreich beim Schiedsrichter - worauf dieser Rooney tatsächlich die Rote Karte zeigte. England scheiterte später im Elfmeterschiessen - und die Briten hatten einen neuen Staatsfeind: Cristiano Ronaldo. «Lasst diesen Mann nie mehr nach England!», forderte die Tageszeitung The Mirror und Wayne Rooney drohte: «Wenn ich ihn das nächste Mal sehe, berche ich ihn in zwei Teile!» Ronaldo seinerseits reagierte mit lautstarken Abwanderungsgelüsten nach Spanien. Nach einigen Tagen hatten sich die Gemüter etwas beruhigt: Manchester United gab bekannt, dass man den Portugiesen behalten werde - und auch Rooney und Ronaldo sollen sich telefonisch ausgesprochen haben.

Die Folge: Cristiano Ronaldo reiste alleine nach England. Seine Mutter Maria Dolores, Bruder Hugo und Schwester Liliana kehren nicht nach Manchester zurück, obwohl sie dort die beiden letzten Jahre gelebt hatten. Das Haus Ronaldos wurde bereits von Vandalen heimgesucht, dazu erhielt der 21-jährige Portugiese mehrere Morddrohungen. Manchester United hat die Sicherheitsvorkehrungen für den Söldner jedenfalls drastisch erhöht.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Gemüter jetzt - nach dem ersten persönlichen Kontakt von Rooney und Cristiano Ronaldo - etwas abkühlen.

(mat)

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