«Roschacher hatte eine Fehlleistung nach der anderen gemacht »
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«Roschacher hatte eine Fehlleistung nach der anderen gemacht »

Nationalrat Alexander Baumann (SVP/TG) bestreitet, dass es einen Komplott zur Absetzung des früheren Bundesanwalts Valentin Roschacher gegeben hat. Er, Baumann, habe von sich aus parlamentarische Vorstösse gegen Roschacher geschrieben.

"Ich habe Roschacher von Anfang an in der Nase gehabt", sagte Baumann in einem am Samstag erschienenen Interview mit der "Berner Zeitung". "Er ist mir nach kritischen Fragen frech vorbeigekommen." Der Name Baumanns ist aufgeführt auf dem so genannten H-Plan, auf Notizen, die beim Bankier Oskar Holenweger gefunden worden waren.

"Holenweger ist kein enger Freund von mir", sagte Baumann weiter. Er kenne ihn aus dem Militär. Dort lernte auch Bundesrat Christoph Blocher den Bankier kennen. Roschacher ermittelte gegen Holenweger unter anderem wegen Verdachts auf Geldwäscherei. Zurzeit ermittelt das Eidg. Untersuchungsrichteramt gegen den Bankier.

Baumann störte sich daran, dass Roschacher einen "verurteilten Kriminellen als so genannten Vertrauensmann" (Ramos) gegen "unbescholtene Bürger" (Holenweger) losliess. Es habe gar keinen Plan zur Absetzung gebraucht. "Roschacher hatte eine Fehlleistung nach der anderen gemacht."

(sda)

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