«Die Suche geht weiter».: Rosenstolz teilten Zimmer mit Ratte
Aktualisiert

«Die Suche geht weiter».Rosenstolz teilten Zimmer mit Ratte

Vor 16 Jahren gründeten AnNa R. und Peter Plate das Duo Rosenstolz. Am Donnerstag erscheint das elfte Album «Die Suche geht weiter».

von
Aurelia Forrer

Die Frage liegt auf der Hand. Wonach sucht ihr?

AnNa R.: Eigentlich nach allem. Wir wollen in Bewegung bleiben und neugierig sein.

Peter Plate: Solange man sucht, ist alles in Ordnung. Wenn man glaubt, man sei ­angekommen, wird es gefährlich. Dann kann man auch schlafen gehen.

Eure aktuelle Single heisst «Gib mir Sonne». Wie ist dieser Song entstanden?

AnNa R.: Wir brauchten noch einen positiven Song für das Album. Er handelt davon, dass zum Tod auch das Leben gehört.

Das Video erinnert an den Film «Little Miss Sunshine». Absichtlich?

Peter: Ja, denn wir ziehen den Hut vor diesem Film. Er hat mich sehr bewegt.

Ihr sagt, dass ihr nie erwachsen werden wollt. Weshalb?

AnNa R.: Ich will mir meine kindliche Freude – auch die am Blödsinnmachen – bewahren.

Peter: Ich bin Erich-Kästner-Fan. Dieser sagte einst: «Nur wer ­erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch.»

Wieso wird Rosenstolz als Schwulenband betitelt?

Peter: Das kann nur daran liegen, dass ich schwul bin. Meine Grundantwort ist: Was ist denn bitte schwule Musik? So was gibts für mich nicht. Es ist eine Schublade, wogegen ich mich wehre.

Am 14. Januar spielt ihr im Hallenstadion. Welchen Bezug habt ihr zu Zürich?

Peter: Bisher wurden wir in Zürich immer super empfangen. Anfangs schliefen wir noch in WGs und teilten das Zimmer mit einer Ratte.

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