Hilft Rosmarin bei Haarausfall? Studien sagen ja!

Traumhaare dank Kräuterbeet? Rosmarin könnte laut Studien die Wunderwaffe bei Haarausfall sein. 

Traumhaare dank Kräuterbeet? Rosmarin könnte laut Studien die Wunderwaffe bei Haarausfall sein. 

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Studien machen HoffnungRosmarin könnte die Wunderwaffe gegen Haarausfall sein

Rosmarin kann mehr, als nur deine Ofenkartoffeln zu verfeinern: Studien deuten darauf hin, dass das aromatische Kraut auch deiner Mähne einen Boost geben kann und gegen Haarausfall hilft.

von
Malin Mueller

Rosmarin ist ziemlich cool: Er schmeckt auf Gemüse und Fleisch genauso wie in Drinks, duftet toll und ist gesund. Und als ob das noch nicht genug wäre, scheint es nun ganz so, als könnte er sogar bei Haarausfall helfen.

Wie wichtig sind dir deine Haare?

Tiktok-User sind schon Fans

Das sagt zum einen – keine grosse Überraschung – Tiktok. Dort trendet das Kraut seit einigen Wochen. Der Suchbegriff #rosemaryoil (deutsch: Rosmarinöl) sammelt 147,1 Millionen Aufrufe, #rosemarywater (deutsch: Rosmarin-Wasser) kommt auf 146,4 Millionen Aufrufe. In den Videos zu den Begriffen geht es beinahe ausschliesslich um Haarwachstum.

Auf die Kopfhaut aufgetragen soll Rosmarin innerhalb von drei bis sechs Monaten Haarausfall stoppen, das Wachstum anregen und die Mähne stärken. Vorher-Nachher-Videos gibt es en masse, die Ergebnisse sehen vielversprechend aus.

Das sagt die Wissenschaft

Die Wissenschaft doppelt nach: Die Wirksamkeit von Rosmarin (als Öl und als Extrakt) bei Haarausfall wurde bereits mehrfach in Studien untersucht. 2013 waren zunächst Mäuse dran. Hier wurde Rosmarinextrakt verwendet, um das männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT) zu blockieren – der Stoff, der bei Männern und Frauen für anlagebedingten Haarausfall verantwortlich ist. Bei beinahe allen Mäusen zeigte der Rosmarin Wirkung und stoppte den Haarausfall. Bei 65 Prozent der Tiere wuchsen sogar neue Haare nach.

Gründe für Haarausfall bei Frauen

Tests machen Hoffnung

Zwei Jahre später erklärten sich auch Männer bereit: 50 Testpersonen wagten sich ans Rosmarinöl, eine weitere Testgruppe mit 50 Personen blieb beim Arzneistoff Minoxidil – einem nachgewiesen wirksamen Mittel bei erblich bedingtem Haarausfall, das allerdings häufig die Kopfhaut austrocknet. Nach einer sechsmonatigen Testphase konnte bei beiden Gruppen signifikant mehr Haar nachgewiesen werden. Die Rosmarin-Gruppe hatte sogar deutlich weniger mit juckender Kopfhaut zu tun.

Zu guter Letzt wurde das Kraut 2020 als eines von vielen natürlichen Mitteln gegen kreisrunden Haarausfall, anlagebedingten Haarausfall und Haarausfall durch Schuppenflechte untersucht. Auch hier zeigten sich positive Ergebnisse, die allerdings noch von weiteren Studien untermauert werden müssen. Für einen harmlosen Versuch daheim könnten die Ergebnisse allerdings durchaus ausreichen.

Wie sicher ist Rosmarin?

Das auf Tiktok trendende Rosmarin-Wasser, das einfach selbst angemischt werden kann, ist unbedenklich: Dazu werden fünf Zweige Rosmarin mit Wasser bedeckt 15 bis 30 Minuten köcheln gelassen. Anschliessend werden die Zweige entfernt und das nun grün-bräunliche Wasser wird in eine Sprühflasche gefüllt. Mit der bringst du das Wasser ganz einfach Scheitel für Scheitel auf die Kopfhaut.

Schwangere Frauen sollten auf Rosmarin-Öl oder -Wasser verzichten – Rosmarin in hohen Mengen steht im Verdacht, eine wehenfördernde Wirkung zu haben.

Leidest auch du unter Haarausfall oder hast einen Trick dagegen? Diskutiere in den Kommentaren mit!

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