Fleischskandal: Ross statt Rind - Verband will Metzg rauswerfen
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FleischskandalRoss statt Rind - Verband will Metzg rauswerfen

Die Metzgerei Weiss in Hausen am Albis ist in einen Fleischskandal verwickelt. Jetzt droht der Schweizer Fleischfachverband mit Konsequenzen.

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woz
Pferde- oder Rindfleisch? Ein Stück Fleisch wird für eine Analyse vorbereitet. (Archivbild)

Pferde- oder Rindfleisch? Ein Stück Fleisch wird für eine Analyse vorbereitet. (Archivbild)

Der Schweizer Fleischfachverband ist empört über den neusten Pferdefleischskandal. Die Metzgerei Weiss in Hausen am Albis hat gemäss der SRF-Sendung «Kassensturz» Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft.

«Das ist nicht akzeptierbar!», sagt Rolf Büttiker, Präsident des Verbands, zu Radio 1. Der Fall schade der gesamten Branche.

Aushilfsmitarbeiter sei für Fehler verantwortlich

Offenbar hatte die Metzgerei wiederholt Fleisch und Fisch falsch deklariert. «Es gilt zwar die Unschuldsvermutung. Aber wir werden verbandsintern möglichst rasch und unverzüglich den Ausschluss von Herrn Weiss diskutieren.»

Ein Verantwortlicher der Metzgerei Weiss betont, dass der Fehler von einem Aushilfsmitarbeiter gemacht wurde. «Wenn nicht genügend Rindfleisch vorhanden war, so hat dieser Mitarbeiter fürs marinierte Fleisch Pferd gebraucht», hiess es in der Sendung.

Pferd statt Rind in Lasagne

Anfang 2013 sorgte der Pferdefleisch-Skandal europaweit für Schlagzeilen. In Fertigprodukten, insbesondere in der Lasagne, war statt dem deklarierten Rindfleisch Pferdefleisch gefunden worden. Laut einer im April veröffentlichten Untersuchung der EU wurde in fast jedem 20. Rindfleisch-Fertigprodukt aus der EU Pferdefleisch gefunden. Der Grund: Pferdefleisch ist günstiger als Rindfleisch.

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