GP von Deutschland: Rossi stahl Sieger Pedrosa die Show
Aktualisiert

GP von DeutschlandRossi stahl Sieger Pedrosa die Show

Welch ein Comeback: Superstar Valentino Rossi (31) verlor beim GP von Deutschland den Platz auf dem Podest erst in der letzten Kurve der letzten Runde.

von
Klaus Zaugg
Sachsenring
Valentino Rossi. Der Italiener feierte ein «lautes» Comeback. (Bild: Reuters)

Valentino Rossi. Der Italiener feierte ein «lautes» Comeback. (Bild: Reuters)

Er ist wieder da. Den Titel kann Valentino Rossi zwar nicht mehr holen (111 Punkte Rückstand auf WM-Leader Jorge Lorenzo). Aber die vier Rennen ohne Rossi (er hatte am 5. Juni bei einem Trainingssturz zum GP von Italien das rechte Bein gebrochen) waren irgendwie langweilig, bisweilen sogar trostlos gewesen. Erst durch seine Rückkehr ist die «Königsklasse» MotoGP wieder königlich geworden.

Rossi konnte zwar bei seinem Comeback auf dem Sachsenring nie um den Sieg fahren. Aber er stahl den Gegnern inklusive Sieger Dani Pedrosa trotzdem die Show. Sein Cheftechniker Jeremy Burgess hatte auf einen sechsten Platz gehofft, Rossi hatte nach dem Training (5./2. Startreihe) mit einem vierten oder fünften Rang gerechnet. Und er übertraf wieder einmal alle Erwartungen. Nach einem Sturz des Franzosen Randy De Puniet (er erlitt einen Bruch des linken Schienbeines) musste das Rennen nach zwölf Runden unterbrochen werden. Nach dem Neustart wurde er Rossi zwar von seinem Landsmann Andrea Dovizioso noch kurz aufgehalten. Aber nach vier Runden war er am drittplatzierten Casey Stoner dran und lieferte dem Weltmeister von 2007 ein Duell, das die knapp 100 000 Fans restlos begeisterte.

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Bei der zweitletzten Zieldurchfahrt brauste Rossi auf Platz drei über die Ziellinie, Stoner schien besiegt. Doch in der allerletzten Kurve der allerletzten Runde schlupfte der Australier innen durch und verdrängte Rossi auf den 4. Platz.

«Besser gelaufen als erwartet»

Trotzdem war der Titelverteidiger überglücklich: «Es ist viel besser gelaufen als ich erwartet hatte. Ich dachte, ein vierter oder fünfter Platz sei vielleicht und unter grössten Schwierigkeiten möglich. Nun bin ich nach einem grossartigen Duell mit Casey Stoner Vierter geworden - und das ist phantastisch. Ich brauche noch ein paar Rennkilometer mehr bis ich wieder so fahren kann wie vor meinem Unfall. Meine Schulter schmerzte, auch mein rechtes Bein beim Umlegen der Maschine. Aber während meines Zweikampfes mit Stoner habe ich keine Schmerzen mehr gespürt.»

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