Rote Moschee wird durchsucht

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Rote Moschee wird durchsucht

Anderthalb Tage nach Beginn des Sturms auf die Rote Moschee in Islambad haben Spezialeinheiten den weitläufigen Gebäudekomplex weiter nach militanten Islamisten durchkämmt.

Die «Operation Stille» dauere an, sagte der Sprecher des pakistanischen Militärs, Generalmajor Waheed Arshad, am Mittwochnachmittag (Ortszeit). Sie sei aber in ihre «Schlussphase» getreten. Die Armee wolle den gesamten Gebäudekomplex räumen und dafür sorgen, dass «Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht werden».

Angaben über die Zahl der Toten könnten erst nach Ende der Operation gemacht werden. «Alles andere wäre Spekulation», meinte Arshad. Unter den Toten seien aber keine Frauen und Kinder.

Nach offiziellen Angaben wurden bei den Kämpfen 55 Islamisten und acht Soldaten getötet. Unter den Toten befand sich der Islamisten-Anführer Abdul Rashid Ghazi. In unbestätigten pakistanischen Medienberichten ist aber von mindestens 150 Toten die Rede.

Das Militär soll hunderte von Leichensäcken an den Einsatzort rund um die Rote Moschee geordert haben. Nach einwöchiger Belagerung und ergebnislosen Verhandlungen hatten Spezialeinheiten am Dienstag kurz vor dem Morgengrauen mit dem Sturm auf das weitläufige Moscheegelände angesetzt.

(sda)

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