Ende der Krise?: Rothemden gehen auf die Regierung zu
Aktualisiert

Ende der Krise?Rothemden gehen auf die Regierung zu

Nach mehrwöchigem Machtkampf stehen in Thailand die Zeichen auf Entspannung. Die Opposition stimmte dem Versöhnungs-Angebot der Regierung zu.

Der Wortführer der Opposition Veera Musikapong (2.v.l.) zeigt sich offen für die Vorschläge der Regierung.

Der Wortführer der Opposition Veera Musikapong (2.v.l.) zeigt sich offen für die Vorschläge der Regierung.

Die Führung der oppositionellem Rothemden signalisierte am Dienstag ihre Zustimmung zu einem Fünf-Punkte-Vorschlag von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva, wonach das Parlament im November neu gewählt werden soll. «Der Versöhnungsprozess wird einstimmig begrüsst», sagte einer der Oppositionsführer, Veera Musigapong.

Er gebe allerdings Vorbehalte, dass Abhisit und nicht die Wahlkommission den Wahltermin festlegen wolle, sagte Veera weiter. Der Regierungschef bot den 14. November als Wahltermin an. Im Gegenzug sollen die Anhänger der Oppositionsbewegung die seit nahezu zwei Monaten anhaltende Belagerung der Innenstadt von Bangkok beenden. Die Opposition hatte bisher die sofortige Auflösung des Parlaments und Neuwahlen binnen drei Monaten gefordert.

Veera forderte die Regierung darüber hinaus auf, ihre aggressive Haltung gegen die Opposition aufzugeben, die nicht mehr auf einer Amnestie für ihre Anführer beharre.

Die vor allem von der verarmten Landbevölkerung unterstützten Rothemden favorisieren den 2006 vom Militär gestürzten und ins Exil geflohenen früheren Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Sie fordern die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Bei blutigen Zusammenstössen zwischen beiden Lagern kamen 27 Menschen ums Leben, fast 1000 wurden verletzt. (sda)

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