Tiefe Bisswunde: Rottweiler attackiert Frau – Halter flüchtet
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Tiefe BisswundeRottweiler attackiert Frau – Halter flüchtet

Auf einem Spaziergang wird eine Zürcherin von einem Hund attackiert. Mit tiefen Bisswunden muss sie ins Spital, der Hundehalter flüchtet. Nun ermittelt die Polizei.

von
Joel Probst
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So verunstaltet sieht der Arm von Malgorzata Wanczyk nach der Bissattacke aus.

So verunstaltet sieht der Arm von Malgorzata Wanczyk nach der Bissattacke aus.

Beim Spazieren an der Limmat wurde die 39-Jährige von einem Rottweiler angegriffen und mehrmals gebissen.

Beim Spazieren an der Limmat wurde die 39-Jährige von einem Rottweiler angegriffen und mehrmals gebissen.

Foto: Keystone
Sie musste ins Spital und die tiefe Bisswunde nähen lassen.

Sie musste ins Spital und die tiefe Bisswunde nähen lassen.

Darum gehts

  • Malgorzata Wanczyk wird beim Spazieren von einem Rottweiler angegriffen.
  • Der Hund beisst mehrmals zu, worauf der Halter samt Hund flüchten.
  • Die 39-Jährige muss im Spital operiert werden.
  • Die Polizei ermittelt.

Ein Spaziergang mit ihrem Freund wurde für die 39-jährige Malgorzata Wanczyk zum Albtraum. Am Montagnachmittag schlendert das Paar nahe der Zürcher Wipkingerbrücke der Limmat entlang. «Da kamen uns drei junge Männer mit einem schönen Rottweiler entgegen.» Sie sei mit ihnen ins Gespräch gekommen: «Ich fragte, ob ich den Hund streicheln könne. Sie sagten ja und dass er gutmütig und lieb wäre.»

Da passiert es: Der Hund springt die 39-jährige Verkäuferin an und beisst zu. Mehrmals rammt der Rottweiler seine messerscharfen Zähne in ihren linken Oberarm. Alles sei sehr schnell gegangen: «Ich realisierte zuerst gar nicht, dass er mich gebissen hat, ich stand unter Schock.»

«Es bildete sich eine Blutlache»

«Blut spritzte aus meinem Arm, und auf dem Boden bildete sich eine Blutlache. Ich sah das Fleisch meines Armes, ich konnte nicht hinsehen», erzählt Wanczyk. Doch während die 39-Jährige und ihr Freund die Blutung notdürftig mit Nastüchern zu stoppen versuchten, flüchteten die drei Männer samt Hund. «Mein Freund rannte ihnen nach, doch sie kamen davon.»

Mit dem Krankenwagen wurde Wanczyk schliesslich ins Unispital gefahren und die Bisswunden genäht. «Die Ärzte sagten mir, ich hätte Glück gehabt, dass der Rottweiler meine Nerven nicht zerrissen hat.» Noch immer sind die Schmerzen da, trotz aller Medikamente: «Es tut wahnsinnig weh. Ich kann kaum mehr schlafen.»

Zwar durfte Wanczyk das Spital bereits wieder verlassen. «Doch jetzt muss ich wieder lernen, die Hand zu bewegen. Es wird ein langer Prozess, bis alles wieder geheilt ist.» Auch ob die Narben der Bissattacke jemals wieder weggehen, weiss niemand. «Ich muss damit rechnen, dass ich nie wieder so aussehe wie vorher.»

Stadtpolizei ermittelt

Wanczyk kann es noch immer nicht fassen: «Es ist extrem gefährlich, wenn man einen solchen Hund besitzt und ihn nicht im Griff hat.» Nach einer Bissattacke sogar noch wegzurennen, ist für die 39-Jährige völlig unverständlich. Besonders weil sie hätte wissen müssen, ob der Rottweiler etwa auf Tollwut geimpft ist. Trotzdem will Wanczyk nicht, dass der Hund eingeschläfert wird: «Ich liebe Hunde. Man sollte den Rottweiler aber seinem Besitzer wegnehmen.»

Die Zürcher Stadtpolizei bestätigt den Vorfall. «Zu den genauen Hintergründen machen wir keine Angaben, da noch polizeiliche Befragungen anstehen», sagt Sprecher Pascal Siegenthaler. Auch ob die Identität des Hundehalters bekannt ist, lässt die Stadtpolizei offen: «Die Ermittlungen sind im Gange.»

Aufruf

Stadtpolizei sucht Zeugen

Die Stadtpolizei bittet um Hinweise. Personen, die Angaben zum Vorfall am Montag, 10. August, um ca. 15.50 Uhr, beim Treppenabgang unterhalb der Wipkingerbrücke, an der Röschibachstrasse 6, unmittelbar beim Kloster-Fahr-Weg an der Limmat, machen können, oder die Hinweise zu den Personen und zum Hund machen können, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich, Tel. 0 444 117 117, zu melden.

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