Wiesendangen ZH: Rottweiler beisst Kuschelhündchen zu Tode

Aktualisiert

Wiesendangen ZHRottweiler beisst Kuschelhündchen zu Tode

Ein Rottweiler hat Anfang August in Wiesendangen einen Yorkshireterrier zu Tode gebissen. Das Zürcher Veterinäramt bestätigte am Freitag eine Meldung des Winterthurer «Landboten» über die Hunde-Attacke vom 4. August.

Bekannt wurde der Fall durch einen parlamentarischen Vorstoss im Zürcher Kantonsrat. Aufgrund von mehreren Attacken von Rottweilern auf Kinder oder andere Hunde fordern die Parlamenatrier von EVP, SP und CVP, dass diese Hunderasse - wie etwa in den Kantonen Genf und Wallis - als Kampfhund eingestuft wird.

Kampfhundeverbot noch nicht in Kraft

Das vom Zürcher Stimmvolk beschlossene Kampfhundeverbot ist noch nicht in Kraft. Vorgesehen ist bisher nur ein Verbot von vier anderen Hunderassen, nicht aber des Rottweilers.

Vor einem Entscheid über die Aufnahme des Rottweilers auf die «Rassentypenliste II» der Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial müssten nach Ansicht des kantonalen Veterinäramts die Hintergründe der aktuellen Fälle genau analysiert werden.

Beim Vorfall in Wiesendangen hatte sich ein angeleinter Rottweiler losgerissen und einen kleinen Yorkshireterrier gebissen, so dass dieser kurze Zeit später starb. Gemäss Veterinäramt sind die Abklärungen zum Fall noch im Gange.

Noch offen ist, ob Massnahmen wie Maulkorb- oder Leinenpflicht veranlasst werden oder ein Führverbot durch Drittpersonen. Auch die Einleitung einer strafrechtlichen Abklärung steht noch im Raum.

(sda)

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