Zürich: Rottweiler beisst Rottweiler
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ZürichRottweiler beisst Rottweiler

Ein 44-jähriger Hundehalter ist vom Bezirksgericht Zürich verurteilt worden, weil sein Rottweiler einen anderen Rottweiler gebissen hatte.

Dem IV-Rentner wurden am Donnerstag eine Strafe von 7 Tagessätzen à 30 Franken und eine Busse von 100 Franken aufgebrummt. Der Vorfall hatte sich am Nachmittag des 5. Februar ereignet, als der Angeklagte mit seinem Rottweiler in Zürich-Albisrieden unterwegs war. Sein Tier war nicht an der Leine, als er auf einen anderen Rottweiler-Halter traf.

Plötzlich ging der Hund des Angeklagten auf den anderen Rottweiler los und biss diesen ins Bein. Nach einer Strafanzeige leitete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen den 44- Jährigen ein und erhob im letzten Mai Anklage.

Die Untersuchungsbehörden lasteten dem Angeklagten Sachbeschädigung, aber auch Übertretung des Hundegesetzes an. Denn an der verkehrsreichen Strasse wäre der Mann ihrer Ansicht nach verpflichtet gewesen, den Rottweiler an der Leine zu führen. Auch hätte er sein Tier von einem Angriff abhalten können.

Auch schon Mensch angegriffen

Vor Gericht stellte sich zudem heraus, dass der Angeklagte schon seit sechs Jahren vorsätzlich keine Leine für seinen Vierbeiner benutzt hatte. Mit der Folge, dass der Rottweiler schon zwei Mal andere Hunde gebissen und auch schon einen Menschen attackiert hatte.

Der 44-Jährige bezeichnete dies als normales tierisches Verhalten. Trotzdem verwende er seit dem letzten Vorfall nicht nur eine Leine, sondern auch einen Maulkorb für den Rottweiler, da er keine Schwierigkeiten mehr wolle, sagte er.

Das Gericht sprach den 44-Jährigen in allen Punkten für schuldig. Wegen der Einsicht des Hundehalters sprach es aber eine mildere Strafe als den Strafantrag aus. Dieser hatte auf 30 Tagessätze à 40 Franken sowie eine Busse von 200 Franken gelautet.

(sda)

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