Altstätten SG: «Rottweiler Nero ist nicht krankhaft aggressiv»
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Altstätten SG«Rottweiler Nero ist nicht krankhaft aggressiv»

Rottweiler Nero hat den Wesenstest bestanden. Wie es mit ihm nun weitergeht, wird in den nächsten Tagen geklärt. Eins ist sicher: Er wird nicht eingeschläfert.

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Rottweilerrüde Nero hat am 28. Dezember 2014 in Altstätten eine 65-jährige Hundehalterin attackiert und schwer verletzt. In der Folge kam Nero, der an jenem Tag frei umhergestreunt war, in ein Tierheim.

Rottweilerrüde Nero hat am 28. Dezember 2014 in Altstätten eine 65-jährige Hundehalterin attackiert und schwer verletzt. In der Folge kam Nero, der an jenem Tag frei umhergestreunt war, in ein Tierheim.

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«Der Rottweiler gehört in die Obhut eines Profis», sagt Ruedi Mattle, Stadtpräsident von Altstätten. Der Stadtrat will den Hund endgültig  umplatzieren.

«Der Rottweiler gehört in die Obhut eines Profis», sagt Ruedi Mattle, Stadtpräsident von Altstätten. Der Stadtrat will den Hund endgültig umplatzieren.

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Dagegen will sich Neros Besitzer Paul Ritter wehren.

Dagegen will sich Neros Besitzer Paul Ritter wehren.

Screenshot TeleZüri

«Die Verhaltensabklärung des Rottweilerrüden hat ergeben, dass der Hund nicht krankhaft aggressiv ist», so Ruedi Mattle, Stadtpräsident von Altstätten, gegenüber 20 Minuten. «Der Hund wird auf der Basis dieser Abklärung nicht eingeschläfert.»

Rottweiler Nero hatte am 28. Dezember eine 65-jährige Frau in Altstätten beim Gerangel mit einem zweiten Hund angegriffen, gebissen und schwer verletzt. Die Verletzte wurde ins Kantonsspital St. Gallen gebracht. Der zweieinhalbjährige Rüde musste vorübergehend in einem Tierheim untergebracht werden.

Damals wollte man es einer Wesensabklärung überlassen, ob der Hund eingeschläfert werden soll. Nun hat Nero den Test bestanden. Wie es mit ihm nun weitergehen soll und ob er wieder zurück zu seinem Herrchen darf, soll der Stadtrat von Altstätten in den nächsten Tagen entscheiden.

«Ich werde um Nero kämpfen»

Neros Besitzer Paul Ritter ist mit dem Ergebnis zufrieden: «Ich habe bereits vorher gewusst, dass der Hund den Test besteht», so Ritter stolz. «Ich bin sehr glücklich.» Zwar wisse er noch nicht, ob er den Hund zurückbekomme, aber: «Ich werde bis zur letzten Instanz um meinen Nero kämpfen.»

Zudem müssten seiner Meinung nach einige Dinge richtiggestellt werden: «Meine Schwiegertochter hat meine verletzte Schwester nicht liegen gelassen», erklärt Ritter. Sie habe den Hund lediglich entfernen und anbinden wollen, bevor sie der Verletzten helfen konnte. Als seine Schwiegertochter jedoch wieder zurückgekommen sei, sei die Verletzte bereits nicht mehr da gewesen.

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