Royal beendet die «sozialistische Zweierkiste»
Aktualisiert

Royal beendet die «sozialistische Zweierkiste»

Das Ende der langjährigen Liebesbeziehung mit der ehemaligen sozialistischen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal wird laut Sozialistenchef François Hollande «keine politischen Folgen» haben.

«Die Dinge sind gesagt, ich habe sie bestätigt», sagte Hollande am Montag im Radiosender France-Info. Er werde dies nicht weiter kommentieren. Damit ist das Aus der jahrelangen Zweierbeziehung des sozialisitschen Powercouples definitiv.

In am Abend der Parlamentswahl am Sonntag veröffentlichten Buchauszügen hatte die ehemalige Präsidentschaftskandiatin Royal die Trennung von ihrem Lebenspartner angekündigt, weil dieser eine Liebesaffäre mit einer anderen Frau gehabt habe. Beide lebten fast drei Jahrzehnte ohne Trauschein zusammen und haben vier Kinder.

Der 52-jährige Hollande steht seit zehn Jahren an der Spitze der Sozialistischen Partei (PS). Nach zwei verlorenen Präsidentschaftswahlen galt er als schwer angeschlagen und sah sich Forderungen nach einem umgehenden Rücktritt ausgesetzt.

Hollande selbst will dagegen bis 2008 im Amt bleiben und dürfte durch das relativ gute Abschneiden der PS bei der Parlamentswahl in diesem Vorhaben nun gestärkt sein.

In den französischen Medien wurde am Montag darüber spekuliert, warum Royal ausgerechnet am Tag des Wahlerfolgs für die Sozialisten der Veröffentlichung der Trennungserklärung zustimmte. Die 53- Jährige hatte dabei auch bestätigt, dass sie sich um Hollandes Nachfolge an der Parteispitze bewerben wolle.

(sda)

Deine Meinung