RUAG streicht 85 Stellen
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RUAG streicht 85 Stellen

Innert anderthalb Jahren wird die Abteilung Grosskaliber-Munition des bundeseigenen Technologie- und Rüstungskonzerns RUAG in Thun geschlossen.

85 Stellen gehen verloren. Wie der Berner Regionalfernsehsender «TeleBärn» am Samstag berichtete, war die schwierige Situation dieses Geschäftsbereichs seit letztem Sommer bekannt. Ein so abruptes Ende sei jedoch nicht erwartet worden. Beda Moor, Zentralsekretär der Gewerkschaft Unia, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, Verhandlungen mit dem Konzern seien im Gang.

Die Unia werde auf die Einhaltung der gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen achten und sich für die betroffenen Mitarbeiter einsetzen. Alternativen zur Schliessung müssten «ernsthaft» geprüft werden. Die Unia fordert vom Verteidigungsdepartement, dass die Produktion für den Eigenbedarf in der Schweiz erhalten bleibt.

Der Rüstungskonzern hatte im letzten Mai über Probleme bei der Produktion grosskalibriger Munition für Panzer, Artillerie und Mörser berichtet. Von Seiten der RUAG hiess es damals, das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) als Hauptkunde wolle nach der Auslieferung der laufenden Aufträge auf absehbare Zeit keine Bestellungen mehr tätigen.

Der Wegfall dieser Aufträge, die Exportvorschriften und die zum Teil abgeschotteten ausländischen Munitionsmärkte würden zu einem grösseren Abbau führen. Allerdings war damals nicht von einer Stilllegung die Rede gewesen, sondern von der Fokussierung auf ein Zentrum.

(sda)

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