Rudern: Achter verpasst A-Final
Aktualisiert

Rudern: Achter verpasst A-Final

Für den neuen Schweizer Männer-Achter lag der Vorstoss in den A-Final an den Weltmeisterschaften in Eton (Gb) trotz guter Leistung nicht in unmittelbarer Reichweite. In der schwierigeren Halbfinal-Serie resultierte der 5. Platz.

Alain Marfurt, Stephan Koller, Stefan Sax, Philipp Huwiler, Roman Ottiger, Remo Süess, Lukas Wernas, Nicolas Lehner und Steuermann Abraham Tesfamikael hätten einen Exploit sondergleichen benötigt, um sich schon im ersten Jahr ihres Projekts «SUI 2008&» für den WM-Final der besten sechs zu qualifizieren. Der Traum erfüllte sich nicht. Vorwürfe brauchte sich die junge Crew jedoch keine zu machen. Die Leistung stimmte auch im dritten WM-Rennen. «Wir gehören im Moment einfach noch nicht in den WM-Final», sagte Trainer Alexander Ruckstuhl.

Wichtiger ist für die Beteiligten, dass auch der Halbfinal gegen die drei Medaillengewinner und den Sechsten der letztjährigen WM bestätigt hat, dass die Entwicklung des SRV-Achters ungebrochen positiv verläuft. «Wir haben unsere Haut so teuer wie möglich verkauft», sagte Schlagmann Nicolas Lehner. Auf Russland - im Vorlauf noch hinter «SUI 2008&» und wohl unter Wert klassiert - büssten die Schweizer eine Bootslänge ein, auf Italien und den letzten Finalstartplatz knapp dreieinhalb Sekunden. Die Lücke zu Italien war ziemlich genau gleich gross wie Anfang Juli auf dem Rotsee, als die Schweizer mit Rang 4 für Furore gesorgt hatten.

Herzschlag-Finale

Den Sieg in der Schweizer Serie sicherten sich die US-Boys. Die Amerikaner distanzierten Deutschland nach einem Herzschlag-Finale um eine Hundertstelsekunde. Im anderen Halbfinal kamen Australien sowie Grossbritannien und Polen weiter, die beide langsamer als die Schweizer waren. Kanada hatte um 0,03 Sekunden das Nachsehen. Damit qualifizierten sich jene sechs Mannschaften für den A-Final, die nach den Vorläufen direkt in die Halbfinals vorgestossen waren. Dass die Hoffnungsläufe witterungsbedingt erst am Donnerstag gefahren werden konnten, war für die sechs Herausforderer sicher ein Nachteil. Ihnen fehlte ein Ruhetag.

Der Schweizer Achter beschliesst seinen ersten Grossanlass am Sonntag. Favoriten im B-Final sind - wenn sie sich motivieren können - die enttäuschten Kanadier. Belegt die Schweiz mindestens den 4. Rang, hat das Team den angestrebten Top-Ten-Platz erreicht. Bereits heute stehen die Medaillenanwärterin Pamela Weisshaupt im nichtolympischen Leichtgewichts-Skiff und André Vonarburg im B- Final der offenen Kategorie im Einsatz.

Weltmeisterschaften. Olympische Bootsklassen. Halbfinals. Offene Kategorie. Männer.

Doppelvierer. 1. Serie: 1. Polen 5:58,89. 2. Ukraine 6:00,27. 3. Italien 6:00,85.

2. Serie: 1. Estland 5:56,39. 2. Russland 5:56,87. 3. Tschechien 5:57,48.

Achter. 1. Serie: 1. USA 5:41,14. 2. Deutschland 5:41,15. 3. Italien 5:42,83. 4. Russland 5:43,52. 5. Schweiz (Alain Marfurt, Stephan Koller, Stefan Sax, Philipp Huwiler, Roman Ottiger, Remo Süess, Lukas Wernas, Nicolas Lehner, Steuermann Abraham Tesfamikael) 5:46,24. 6. Rumänien 5:56,78.

Schweiz im B-Final.

2. Serie: 1. Australien 5:47,80. 2. Grossbritannien 5:49,90. 3. Polen 5:50,47. 4. Kanada 5:50,50. 5. Frankreich 5:52,57. 6. China 5:58,89.

Leichtgewicht. Männer.

Doppelzweier. 1. Serie: 1. Marcello Miani/Elia Luini (It) 6:35,38. 2. Fabrice Moreau/Frédéric Dufour (Fr) 6:36,82.

2. Serie: 1. Sam Beltz/Tom Gibson (Au) 6:29,70. 2. Jörg Lehnigk/Manuel Brehmer (De) 6:30,09.

3. Serie: 1. Mads Rasmussen/Rasmus Hansen (Dä) 6:30,46. 2. Tomasz Kucharski/Robert Sycz (Pol) 6:34,64.

Vierer ohne. 1. Serie: 1. Frankreich 6:10,32. 2. Grossbritannien 6:10,74. 3. Irland 6:11,35.

2. Serie: 1. China 6:10,80. 2. Kanada 6:11,13. 3. Australien 6:13,50.

Frauen.

Doppelzweier. 1. Serie: 1. Dongxiang Xu/Shimin Yan (China) 7:11,61. 2. Mara Jones/Tracy Cameron (Ka) 7:14,15. 3. Chrysi Biskitzi/Alexandra Tsiavou (Grie) 7:15,70.

2. Serie: 1. Marguerite Houston/Amber Halliday (Au) 7:14,03. 2. Sanna Sten/Minna Nieminen (Fi) 7:15,58. 3. Jane Hall/Helen Casey (Gb) 7:15,65. (si)

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