Studie: Rückenprobleme und Inkontinenz hängen zusammen
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StudieRückenprobleme und Inkontinenz hängen zusammen

Für viele Frauen ist Inkontinenz ein Problem, über das man nicht spricht, das das Leben aber stark belastet. Schwedische Forscher haben nun herausgefunden, was mögliche Gründe für ungewollte Wasserlassen sein könnten.

Frauen mit chronischen Rückenschmerzen leiden einer Studie zufolge oft auch an Inkontinenz. Forscherinnen in Stockholm befragten dafür 200 Rückenschmerz- Patientinnen im Alter zwischen 17 und 45 Jahren, die nicht schwanger waren.

78 Prozent von ihnen gaben an, ein gestörtes Harnverhalten zu haben, so die Deutsche Schmerzliga im hessischen Oberursel unter Berufung auf die Fachzeitschrift «Manual Therapy». Bei den Betroffenen funktionierte die Beckenboden-Muskulatur deutlich schlechter als bei gesunden Frauen. Als wirksame Behandlung gilt gezieltes Beckenbodentraining.

Training gegen Tröpfeln

Durch ein spezielles Training kann die Muskulatur im Bereich des Beckenbodens gezielt trainiert werden. Das ist besonders erfolgversprechend bei jüngeren Menschen mit einer leichten bis mittleren Drang- oder Stressinkontinenz. Auch für Frauen, die noch nicht unter Inkontinenz leiden, ist Beckenbodentraining die beste Methode, um einer Inkontinenz im Alter vorzubeugen. Das Training sollte besonders angewandt werden nach der Geburt eines Kindes, bei Übergewicht und bei einer anlagebedingten Bindegewebsschwäche.

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