Kanzlerkandidat: Rückhalt für Steinbrück bröckelt in der SPD
Aktualisiert

KanzlerkandidatRückhalt für Steinbrück bröckelt in der SPD

Nun muss sich «Peitschen-Peer» sputen, will er nicht gegen Angela Merkel den Kürzeren ziehen: SPD-Kandidat Steinbrück kommt nicht mal bei der eigenen Basis gut an. Nur wenige Deutsche sehen in ihm einen Kanzler.

von
hhs
Peer Steinbrück sieht seine Chancen auf einen Wahlsieg schwinden.

Peer Steinbrück sieht seine Chancen auf einen Wahlsieg schwinden.

Der Rückhalt für den Kanzlerkandidaten der deutschen Sozialdemokraten, Peer Steinbrück, schwindet auch in den eigenen Reihen weiter. 48 Prozent der SPD-Anhänger glauben, dass die Partei mit einem anderen Kandidaten besser dastünde. 44 Prozent glauben dies nicht.

Das zeigt eine von der «Bild am Sonntag» in Auftrag gegebene Umfrage. Von der Gesamtwählerschaft glauben 53 Prozent, dass die SPD mit einem anderen Kandidaten besser dastünde.

Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Bürger traut Steinbrück zudem nicht zu, Deutschland zu regieren. Bei den SPD-Wählern spricht ihm mehr als jeder Vierte (28 Prozent) die Kanzlerfähigkeit ab. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte am Freitag 500 Personen zur Steinbrücks Chancen befragt.

SPD will mit Mindestlohn die Trendwende schaffen

Laut dem aktuellen Sonntagstrend, den Emnid ebenfalls im Auftrag der Zeitung erhob, konnten CDU und CSU ihren Vorsprung auf die SPD in der Wählergunst im Vergleich zur Vorwoche weiter ausbauen. Die Union liegt neu bei 41 Prozent (plus 2 Prozentpunkte); die SPD verharrt bei 26 Prozent. Die Grünen müssen einen Prozentpunkt abgeben und landen bei 14 Prozent.

Auf einem Parteitag in Augsburg will die SPD heute Sonntag ihr Programm verabschieden, mit dem Kanzlerkandidat Steinbrück in die Bundestagswahl am 22. September zieht. Kernthemen sind eine strengere Regulierung der Finanzmärkte, ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro (10,30 Fr.) und Steuererhöhungen zugunsten höherer Bildungsausgaben. (hhs/sda)

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