Aktualisiert 26.04.2020 12:07

Rückkehr aus dem Lockdown

«Wir bieten keine Zungenpiercings an»

Beim Tätowieren und Piercen läuft nichts mehr ohne Schutzmasken. Wer nun ein Tattoo oder Piercing im Gesicht möchte, muss sich also noch etwas gedulden.

von
Daniela Gigor
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Leo Ritzmann, Shopmanager des Zürcher  Tattoostudios Skinwork, freut sich auf seine Kunden.

Leo Ritzmann, Shopmanager des Zürcher Tattoostudios Skinwork, freut sich auf seine Kunden.

zvg
Doch auch beim Stechen und Piercen gelten strenge Hygiene-Vorschriften,

Doch auch beim Stechen und Piercen gelten strenge Hygiene-Vorschriften,

Getty Images/iStockphoto
Sich etwa ein Zugenpiercing stechen lassen, ist derzeit nicht möglich. Das konsequente Tragen einer Schutzmasse ist nämlich Pflicht.

Sich etwa ein Zugenpiercing stechen lassen, ist derzeit nicht möglich. Das konsequente Tragen einer Schutzmasse ist nämlich Pflicht.

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Bei Leo Ritzmann (30), dem Shopmanager des Tattoostudios Skinwork Tattoo & Piercing in Zürich, kann man sich am Montag wieder stechen oder piercen lassen. Gemäss den Verordnungen des Bundesrates dürfen Tätowierer ab dann wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Natürlich gelten auch hier strenge Schutzmassnahmen. Gearbeitet wird auch in Ritzmanns Studio nur noch mit Mundschutz und zusätzlicher Schutzbrille.

Jeder Kunde von Skinwork Tattoo & Piercing muss sich zudem an den vorgegeben Ablauf halten: Beim Eintreten werden die Hände mit dem bereitgestellten Mittel desinfiziert. «Wenn Termine fürs Tätowieren oder fürs Piercen anstehen, müssen die Kunden Masken tragen», sagt der Tätowierer. «Darum werden Behandlungen im verdeckten Bereich des Gesichts im Moment nicht angebotenDies bedeute, dass etwa Zungen- oder Lippenpiercings auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden müssten. Ein mutiges Tattoo rund um Mund oder Nase ist derzeit ebenfalls keine Option. Wer sich jetzt woanders piercen oder tätowieren lassen will, muss sich dem allfälligen Schmerz alleine stellen: Begleitpersonen zum Händlihebe sind vorübergehend nicht zugelassen.

Ein langersehntes Wiedersehen

Trotz der vielen Vorsichtsmassnahmen freut sich Ritzmann «mega auf die Wiedereröffnung», wie er sagt. Vor allem «plangt» er darauf, endlich seine Kunden wiederzusehen.

Viel Zeit um auf der faulen Haut zu liegen, hatte der 30-Jährige trotz des geschlossenen Geschäfts in den letzten Wochen übrigens nicht. Es galt, das Business trotz des Lockdowns irgendwie am Laufen zu halten: «Wir waren via Social Media immer in Kontakt mit unseren Kunden. Wir haben Anfragen beantwortet und Hinweise gegeben, wie etwa neue Tattoos und Piercings gepflegt werden müssen Auch habe er endlich Zeit gefunden, um Versäumtes im Beruf wie auch im Privatleben nachzuholen. So habe er oft gekocht, gelesen und zu Hause Sport getrieben. Aus seiner Sicht habe er die ganze Ausnahmesituation also eigentlich ganz gut gemeistert.

Bei der Rückkehr live dabei

Am Montag kommt es – sechs Wochen nach dem Lockdown – zu einer Teilöffnung. Coiffeure, Kosmetikstudios, Massagesalons, Zahnarztpraxen, Tätowierer sowie Garten- und Baucenter dürfen wieder Kunden empfangen. 20 Minuten berichtet mit Sondersendungen live von dieser ersten Rückkehr aus dem Lockdown. Schau rein oder komm gleich selber vorbei. Dies um 9.00, 12.00 und 17.30 Uhr beim Bauhaus in Schlieren (ZH), 9.00 und 12.00 beim McDonalds in Burgdorf (BE) und um 17.30 beim Coiffeur Aerni in Bern.

Schick uns dein Bild von der Lockdown-Lockerung!

Hast du einen Termin beim Coiffeur? Freust du dich auf einen Einkauf im Gartencenter? Oder lässt du dir gar ein neues Tattoo stechen? Schick uns deine Fotos und Videos deines Einkaufs, deiner neuen Frisur, deines frischen Tattoos oder der Warteschlange vor dem Gartencenter per Whatsapp.

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