Aktualisiert 06.10.2007 16:03

Rückschlag für die Doping-Ermittler im Fall Ullrich

Bei den Doping-Ermittlungen gegen den ehemaligen Radprofi Jan Ullrich hat die Staatsanwaltschaft einen Rückschlag erlitten.

Laut der Montag-Ausgabe der Zeitschrift «Focus» verweigert die spanische Justiz die Herausgabe von fünf Festplatten.

Auf den Datenträgern vermuten die deutschen Ermittler offenbar weitere Informationen über an Ullrich verabreichte Dopingmittel. Die fünf Festplatten sind nach Informationen des Nachrichtenmagazins während einer Razzia im vergangenen Jahr beim spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes und anderen Verdächtigen beschlagnahmt worden.

Die Sprecherin des spanischen Untersuchungsrichters Antonio Serrano erklärte «Focus»: «Es wird keine Festplatten für die deutsche Staatsanwaltschaft geben.» Die im Rahmen der sogenannten Operation Puerto sichergestellten Laptops seien nicht Teil des in Spanien mittlerweile abgeschlossenen Verfahrens gewesen. Deshalb könne Serrano «ihre Nutzung auch nicht für weitere Verfahren autorisieren», habe die Sprecherin gesagt.

(si)

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