18. Grand-Slam-Titel: Novak Djokovic kommt dank Machtdemonstration Roger Federer näher

18. Grand-Slam-TitelNovak Djokovic kommt dank Machtdemonstration Roger Federer näher

Die Weltnummer eins Novak Djokovic besiegt im Australian-Open-Final Daniil Medwedew klar und sichert sich damit Grand-Slam-Titel Nummer 18. Er liegt damit nur noch zwei Titel hinter Roger Federer und Rafael Nadal.

Djokovic verwandelt seinen ersten Matchball

Novak Djokovic gewinnt zum neunten Mal das Australian Open. (Video: SRF)

Mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration hat Novak Djokovic seinen neunten Titel beim Australian Open perfekt gemacht. In einem unerwartet spannungslosen Final gewann der serbische Vorjahressieger 7:5, 6:2, 6:2 gegen Herausforderer Daniil Medwedew und wird immer mehr zum überragenden Tennisspieler der Melbourne-Historie. Der Serbe beendete gnadenlos den Erfolgslauf des 25-jährigen Russen, der zuvor 20 Partien nacheinander gewonnen hatte, und schaffte seinen nächsten Titel-Hattrick in Australien.

Die Debatte, wann endlich ein Spieler der inzwischen nicht mehr ganz so jungen Nachfolge-Generation einen Vertreter des prägenden Herren-Trios in einem der wichtigsten Endspiele bezwingen kann, wird weitergehen.

Keine Finalniederlage

Zum zweiten Mal hat Djokovic in der Millionen-Metropole am Yarra River dreimal in Serie triumphiert. 2008, 2011, 2012, 2013, 2015, 2016, 2019 und 2020 hatte er den Norman Brooks Challenge Cup ebenfalls in den Händen gehalten. All seine Endspiele in der Rod-Laver-Arena hat er gewonnen – eine denkwürdige Bilanz. Djokovic kassierte ein Preisgeld von rund 1,8 Millionen Euro. Mit seinem 18. Grand-Slam-Titel rückte er näher an die Bestmarken seiner Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal heran, die jeweils 20 haben.

Medwedew liess die Chance aus, seine zuletzt bestechende Form für seinen ersten grossen Titel zu nutzen. In der Weltrangliste wird er sich am Montag auf Platz drei verbessern.

Zu Fehlern gezwungen

In der mit rund 7500 Zuschauern etwa zur Hälfte gefüllten Rod-Laver-Arena reichte Medwedew im Final nicht an das heran, was von ihm erwartet worden war. Djokovic dominierte überraschend einseitig den Beginn, nach nur acht Minuten stand es 3:0. Von seiner Bauchmuskelverletzung, die ihn im Turnierverlauf nicht unantastbar wirken liess, war nichts zu spüren. Zunächst liess sich Medwedew vom Rückstand nicht irritieren und glich wieder aus. Doch ein leichter Vorhandfehler sicherte Djokovic den ersten Satzgewinn.

Auch im zweiten Satz zwang Djokovic den 1,98 Meter grossen Schlaks aus Moskau zu Fehlern. Zwar ging Medwedew in Führung, doch der serbische Topfavorit spielte aggressiv und nahm Medwedew gleich zweimal den Aufschlag ab. Zu selten zeigte der Russe, wie er seine Siegesserie zuvor eindrucksvoll auf 20 Erfolge ausgebaut hatte. Bei ihm wuchs der Frust, bei 2:5 zerstörte er wütend seinen Schläger. Der 25-Jährige wirkte dem Druck nicht gewachsen.

Nur Thiem durchbrach Phalanx

In seinem ersten Major-Final beim US Open 2019 hatte Medwedew gegen Nadal mit 0:2-Sätzen zurückgelegen und den Favoriten dann doch noch in den fünften Durchgang gezwungen. Diesmal erteilte Djokovic ihm eine Lektion – und die Dominanz der prägenden Figuren im Männer-Tennis geht weiter.

Den einzigen Grand-Slam-Titel, der in den vergangenen vier Jahren nicht an Djokovic, Nadal oder Federer gegangen war, sicherte sich im vergangenen September Dominic Thiem. Der Österreicher gewann im Endspiel gegen Alexander Zverev, nachdem sich Djokovic selbst aus dem Turnier genommen hatte, weil er mit dem Ball unabsichtlich eine Linienrichterin traf und disqualifiziert wurde. (dpa)

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Sonntag, 21.02.2021

Dritter Satz 6:2 Djokovic

Medwedew verspürte immer mehr Druck, er wusste, dass er reagieren musste. Doch es wollte einfach nicht, zu gut war Djokovic. Er holte sich den dritten Satz ebenfalls locker und feiert seinen 18. Grand-Slam-Titel.

Zweiter Satz 6:2 Djokovic

Medwedew startete mit Break, er schien sich vom Verlust des ersten Satzes nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen. Doch Djokovic hatte sofort eine Antwort parat und schaffte das Rebreak. Dann schien der Russe immer mehr von der Rolle, Djokovic machte immer weniger Fehler, Medwedew dafür umso mehr. So war der zweite Satz letztlich eine klare Angelegenheit.

Erster Satz 7:5 Djokovic

Djokovic legte im ersten Satz vor wie die Feuerwehr, führte schnell mit Break 3:0. Es sah nach einem lockeren Startsatz aus. Doch Medwedew wusste sich zu wehren, schaffte das Rebreak, gleicht aus. Dann schien es sogar, dass der Russe sicherer war, er machte Druck. Doch bei 6:5 für Djokovic zeigte Medwedew Nerven und die serbische Weltnummer eins wusste zu überzeugen, er gewann den ersten Satz 7:5.

Rekorde

Rekordchampion des Australian Open ist der achtfache Titelträger Djokovic ohnehin schon. Sein neunter Final in Melbourne soll mit dem neunten Titel enden. Der serbische Topstar (17 Grand-Slam-Titel) will näher an Federer und Nadal (je 20) heranrücken. Medwedew bestreitet seinen zweiten Grand-Slam-Final, einen Titel dieser Kategorie hat er noch nicht geholt. Der 25-Jährige weist aber beeindruckende Serien vor: Er hat 20 Matches nacheinander und seine vergangenen 12 Partien gegen Top-Ten-Spieler gewonnen.

Weltrangliste

Schon seit dem Viertelfinal-Aus des spanischen Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal ist klar, dass Djokovic über den 8. März hinaus die Nummer eins bleibt. Damit wird der 33-Jährige mit dann 311 Wochen an der Spitze den bisherigen Schweizer Rekordhalter Roger Federer ablösen. Medwedew wird mindestens auf Platz drei vorrücken und kann mit einem Sieg sogar Zweiter werden.

Turnierverlauf

Titelverteidiger Djokovic wirkte zwischenzeitlich nicht unantastbar und hatte mit einer Bauchmuskelverletzung zu kämpfen. Im Viertelfinal gegen den Deutschen Alexander Zverev spielte er in den entscheidenden Momenten aber stark und hatte im Halbfinal gegen den russischen Qualifikanten Aslan Karazew keine Probleme. Medwedew marschierte souverän durch das Turnier – ausser in der dritten Runde gegen Filip Krajinovic gab er keinen Satz ab. Gegen Djokovic' Landsmann brauchte er überraschend fünf Sätze.

Direktduell

Sieben Mal haben die beiden bisher gegeneinander gespielt, Djokovic hat vier Mal und damit einmal öfter gewonnen. Das zuvor letzte Aufeinandertreffen bei den ATP-Finals in London zum Abschluss der vergangenen Saison gewann der Russe in zwei Sätzen. Das bisher einzige Grand-Slam-Duell entschied Djokovic beim Australian Open 2019 in vier Sätzen für sich.

Ausgangslage

Novak Djokovic strebt im Final des Australian Open seinen neunten Melbourne-Titel und insgesamt 18. Grand-Slam-Triumph an. Der serbische Weltranglisten-Erste trifft auf den russischen Herausforderer Daniil Medwedew, der seinen ersten Major-Titel anstrebt.

151 Kommentare
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Nole joker

22.02.2021, 20:55

Alle spielen gut, jedoch nole ist etwas jünger als rafa und fedi und wird deshalb alle überholen. Klar man versucht ihn schlecht zu reden, aber rafa und fedi spenden nie geld vom eigenen Preisgeld für die spieler die in der covid kriese nichts verdienen. Aber was Fakt ist ist das 2016 nole die höchste ATP punktzahl errichte wie niemand zuvor, fedi 3 platziert und rafa 2 platziert damals hatten zusammen nicht wie nole alleine. Das war übermenschliche Leistung aber niemand spricht gern darüber. Alle drängen damit das er beliebt sein wird, jedoch er ist beliebt vielicht nich in CH, aber er macht sein ding macht raquets kaputt und gibt vollgas ihm ist nicht wichtig ob die anderen ihn mögen oder nicht

göggö

22.02.2021, 19:58

Jetzt muss der Schauspieler pausieren, hat er gesagt, er muss sein Theater rechtfertigen!

cora

22.02.2021, 19:56

Der Schauspieler hat gewonnen, leider!