Rücktritt von Ospel gefordert

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Rücktritt von Ospel gefordert

Die Anlagestiftung Ethos fordert UBS-Präsident Marcel Ospel zum Rücktritt auf. Und sie sperrt sich gegen die Kapitalerhöhung der neuen Aktionäre aus Fernost, wie sie sich die UBS vorstellt.

Die Stiftung hoffe, dass der Verwaltungsrat für die ordentliche Generalversammlung (GV) vom kommenden April die Wahl einer anderen Person an Stelle von Ospel als Verwaltungsratspräsident vorschlagen werde, sagte Ethos-Chef Dominique Biedermann in einem Interview der Zeitung «Sonntag».

Ospels dreijährige Amtszeit als Präsident läuft auf die GV ab. Bisher hat der 58-Jährige aber keine Anstalten zum freiwilligen Rücktritt gemacht, sondern erklärt, er wolle Teil der Lösung des Problems sein, das sich die UBS mit dem Debakel in der US-Hypothekenkrise eingehandelt hat.

Biedermann begründete seine Rücktrittsforderung an Ospel damit, dass die Unsicherheit betreffend der Führung der UBS dringend beendet werden müsse.

Gegen volle Kapitalerhöhung

Der Ethos-Chef wandte sich erneut gegen die Bedingungen der UBS für die Kapitalerhöhung, über die am kommenden 27. Februar an einer ausserordentlichen GV entschieden wird. Der Staatsfonds GIC aus Singapur und der unbekannte Grossinvestor aus dem Nahen Osten sollten nur die Hälfte der geplanten Kapitalerhöhung zeichnen können, forderte Biedermann.

Der Rest müsse als normale Kapitalerhöhung geplant werden, für die es ein Bezugsrecht gebe. Der Ethos-Chef begründete dies auch mit dem Argument, dass der Staatsfonds bei der vorgesehenen Kapitalerhöhung faktisch eine Sperrminorität an der GV erhalten würde.

Und: Mit der Erhöhung der Kapitalgeber würde auch das Stimmrecht der bisherigen Aktionäre geschwächt, weil das einzelne Papier nach einer Kapitalerhöhung weniger wert sein wird. Damit hätte der grösste Schweizer Aktionär noch weniger zu sagen. (dapd)

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