UBS-Boni: Rückzahlung ist «Tropfen auf heissen Stein»
Aktualisiert

UBS-BoniRückzahlung ist «Tropfen auf heissen Stein»

Der Schaffhauser Unternehmer Thomas Minder findet den Verzicht dreier ehemaliger UBS-Führungsleute auf Lohnbezüge in der Höhe von 33 Mio. Franken «grundsätzlich positiv, aber nichts als ein Tropfen auf den heissen Stein».

Die UBS habe zwischen 2004 und 2007 immerhin 650 Mio. Franken variable Lohnbestandteile auf Stufe Verwaltungsrat und Geschäftsleitung geleistet, sagte der Urheber der «Initiative gegen Abzockerei» am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Zusammen mit den Abgangsentschädigungen komme man spielend auf 800 Mio. Franken.

«Keine fünf Prozent»

«Das bedeutet, das bisher keine fünf Prozent zurückbezahlt worden sind», sagte Minder - und das mit dem Verzicht von Ex-Konzernchef Peter Wuffli auf 12 Mio. Franken. Die Öffentlichkeit habe noch gar nicht begriffen, was 68 Mrd. Franken bedeuteten - soviel kostet das Rettungspaket des Bundes für die Grossbank.

«Ich finde es gut, dass diese Rückzahlungen bisher ohne juristischen Druck geleistet wurden. Wenn es allerdings bei diesem Betrag bleibt, muss die UBS mindestens gegen den früheren Verwaltungsrat juristisch vorgehen», sagte Minder weiter.

Genereller Lohnverzicht gefordert

Für Minder sollte aber nicht nur die ehemalige, sondern auch die jetzige Führung Zeichen setzen. «Jetzt müssten der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der UBS auf jeglichen Lohn in diesem Jahr verzichten.» Sie hätten in früheren Jahren schliesslich genug verdient.

(sda)

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