Präsidenten-Ehrenwort: Rueda darf bleiben – garantiert
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Präsidenten-EhrenwortRueda darf bleiben – garantiert

Die Cup-Blamage gegen Wil hin oder her – Martin Rueda bleibt YB-Trainer. «Zu hundert Prozent», betont Werner Müller. Und der Präsident hält unmissverständlich fest: «Das ist keine Durchhalte-Parole.»

von
Peter Berger

13 Punkte Rückstand in der Meisterschaft, im Cup und in der Europa League ausgeschieden. «Sicher, sportlich stehen wir nicht dort, wo wir gerne wären», bilanziert Werner Müller nach der ersten Saisonhälfte. «Aber wir haben nur ein Ziel verfehlt: Wir wollten im Cup überwintern.» Die Gruppenphase in der Europa League habe man dagegen erreicht, sagt der YB-Boss. «Und in der Meisterschaft wollen wir nach wie vor einen Europacup-Platz. Vom Titel haben wir nie gesprochen.»

Wichtiger als der aktuelle Tabellenrang (5.) ist Müller, dass die Basis für Veränderungen gelegt ist. Im Sommer musste Rueda praktisch die unveränderte Mannschaft von Vorgänger Christian Gross übernehmen. Der damalige CEO Ilja Kaenzig verpflichtete einzig Gonzalo Zarate als neuen Spieler. Der Argentinier war ein weiterer guter Einzelspieler. Aber homogen war die Equipe nicht, was die extremen Leistungsschwankungen erklärt.

«Helm auf und durch»

Weil auf der Kontingentliste nur noch drei Plätze frei sind, muss der neue Sportchef Fredy Bickel nun zuerst Spieler abgeben. «Dann soll er nach sportlichen Kriterien ein Team aufbauen und zusammenschweissen», sagt Müller. Für Spieler, die ihre Eigeninteressen vertreten, soll kein Platz mehr sein: «In Zukunft möchten wir auch junge, eigene Spieler einbauen. Aber dazu muss zuerst einmal ein Platz frei sein.»

Rueda trägt diese Philosophie mit. Eine Entlassung des Trainers ist für Müller deshalb tabu. «Rueda bleibt unser Trainer, zu hundert Prozent. Das ist keine Durchhalte-Parole.» Dass es auch Kritiker gibt, weiss der Präsident. «Aber wir haben uns gesagt: Helm auf und durch. Wir wissen, was wir wollen.»

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