Aktualisiert 05.03.2008 11:07

Rütli-Bomber: Asiatischer Professorensohn?

Seit dem 29. Januar sitzt ein 35-jähriger Asiate in U-Haft. Er soll am 1. August 2007 den Bombenanschlag auf dem Rütli geplant und ausgeführt haben.

Der Mann soll ein Militärnarr und ein begeisterter Schütze sein, sein Vater ein angesehener Professor. Die Boulevardzeitung «Blick» berichtet in ihrer Mittwochsausgabe über den Mann, der unter dem dringenden Tatverdacht steht, am 1. August einen Feuerwerkskörper auf der Rütliwiese vergraben zu haben. Zudem soll er am 4. September drei Sprengsätze in die Briefkästen von politischen Exponenten der Rütlifeier gelegt haben.

Der Mann ist laut «Blick» 35 Jahre alt und asiatischer Herkunft. Er soll 2001 eine Schweizerin geheiratet und ihren Namen angenommen haben. Im Jahr zuvor sei er für sechs Monaten in die Fremdenlegion gezogen. 2002 habe er mit dem Dienstbüchlein eines Kollegen und vermutlich einer gestohlenen Uniform einen «Kommandokurs» im Rahmen einer freiwilligen militärischen Weiterbildung absolviert.

Alles getan, um Schweizer zu werden

Der Verdächtige wollte unbedingt Schweizer werden. Er habe sogar seinen asiatischen Vornamen in Gabriel ändern lassen, um schweizerischer zu wirken. Vergebens. Alle seine Einbürgerungsgesuche wurden abgelehnt. Offenbar spielte sein Dienst in der Fremdenlegion dabei eine Rolle. Ausserdem sagen ehemalige Schiessvereinskollegen, der Mann habe ein «extrem militärisches Verhalten» gezeigt.

Die Bundesanwaltschaft (BA) schweigt dazu immer noch. Nur so viel: Der Festgenommene bleibe wegen Verdunklungs- und Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. BA-Sprecherin Jeannette Balmer sagt, sie könne keine näheren Informationen zum Verfahren geben, um die Ermittlungen der Bundesstrafverfolgungsbehörden nicht zu gefährden.

(kle)

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