Rütliwiese unbestrittener Festort
Aktualisiert

Rütliwiese unbestrittener Festort

Massive Polizeipräsenz soll die Hausordung auf der Rütliwiese garantieren. Die Absage der Bundesfeier wegen dem Aufmarsch von Rechtsradikalen stösst jedoch auf vehemente Ablehnung.

«Ein Verzicht auf die Feier ist kein Thema», sagt Lorenz Ursprung vom Bundesamt für Sport in Magglingen. Für Ursprung steht die Mobilisierung sportbegeisterter Festgänger im Vordergrund: «Wir laden 400 im Sport tätige Personen aus allen Kantonen ein». Denn die diesjährige Feier steht im Zeichen des «Internationalen Jahres des Sports und der Sporterziehung».

Ungerührt vom angedrohten Rechtsradikalen-Aufmarsch zeigt sich auch Festredner und Bundespräsident Samuel Schmid: Er lasse sich das Fest nicht vermiesen, liess er verlauten. Karl Egli, Mediensprecher der Urner Kapo, ist zuverlichtlich: «Wir sind für Ruhe, Ordnung und Sicherheit zuständig, darunter fällt auch die Einhaltung der Hausordnung der Rütliwiese.»

Darin steht auch, dass lediglich offizielle Schweizer- und Kantonsfahnen erlaubt sind. Egli: «Wir werden die Bestimmungen rigoros durchsetzen.»

Die Idee, ein Schiff mit den Rechtsradikalen mitten auf dem See zu verankern, will Peter Rüegger von der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee nicht kommentieren.

(sam)

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