Aktualisiert 06.10.2007 21:04

Rugby: Exploits von Frankreich und England

Mit Frankreich und England stehen überraschend zwei europäische Teams im Halbfinal der Rugby-WM. Gastgeber Frankreich eliminierte Neuseeland (20:18), Titelverteidiger England setzte den Titelträumen von Australien mit dem 12:10 ein jähes Ende.

Statt dem erwarteten Halbfinal zwischen den Mannschaften von der südlichen Hemisphäre kommt es am kommenden Samstag in Paris-St- Denis zum «Nachbarduell» zwischen England und Frankreich. Die Franzosen, die ihren Viertelfinal in Cardiff zu absolvieren hatten, lieferten unter den Augen von Präsident Nicolas Sarkozy beim unerwarteten Exploit einen beeindruckenden Steigerungslauf ab.

Das klar favorisierte Neuseeland, das seit 2000 neun von zehn Partien (ein Remis) gegen die «Bleus» gewonnen hatte, lag zur Pause 13:0 in Front und steuerte auf einen klaren Sieg zu. Elf Minuten vor Schluss glichen die Franzosen durch den Try von Yannick Jauzion zum 18:18 aus, die verwertete Conversion trug ihnen zwei weitere Punkte ein. Den Vorsprung verwalteten sie mit Glück und Geschick.

Englands Halbfinal-Qualifikation ist nach den unbefriedigenden Resultaten vor der WM ebenfalls als grosse Überraschung zu werten. Nach dem einzigen Try von Lote Tuqiri führte Australien in der Final-Reprise von 2003 in Marseille nach der ersten Halbzeit noch mit 10:6. Danach erstickten Englands Forwards sämtliche Angriffsversuche des zweifachen Weltmeisters im Keim. Wilkinson, der im Final vor vier Jahren mit einem Dropkick für die Entscheidung gesorgt hatte, verwertete vier von sieben Penalties und war somit einziger englischer Skorer.

Mit seinen zwölf Punkten avancierte «Wilko» zum erfolgreichsten Skorer der WM-Geschichte. Er überbot in seinem 13. Auftritt die bisherige Bestmarke des Schotten Gavin Hastings (227). Wilkinson nähert sich zudem dem Länderspiel-Punkterekord des Walisers Neil Jenkins (1090). Nach der Halbfinal-Qualifikation hält er bei 1034 Zählern.

Weltmeisterschaften in Frankreich und Grossbritannien. Viertelfinals.

Samstag. In Marseille: England - Australien 12:10. In Cardiff: Frankreich - Neuseeland 20:18. - Am Sonntag. In Marseille: Südafrika - Fidschi. In Paris-St-Denis: Argentinien - Schottland. - Halbfinals (in St-Denis). Samstag, 13. Oktober: England - Frankreich. Sonntag, 14. Oktober: Südafrika/Fidschi - Argentinien/Schottland.

(si)

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