Finanzkrise: Rumänien bekommt 20 Milliarden Euro
Aktualisiert

FinanzkriseRumänien bekommt 20 Milliarden Euro

Das von der weltweiten Wirtschaftskrise hart getroffene Rumänien bekommt von internationalen Organisationen insgesamt 20 Milliarden Euro an Finanzhilfen.

Wie der Leiter der Vertretung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Rumänien, Jeffrey Franks, am Mittwoch erklärte, wird seine Organisation dem Land 12,95 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung stellen. Die ersten fünf Milliarden Dollar könnten im Sommer abgerufen werden. Weitere fünf Milliarden Euro stelle die Europäische Union bereit, 1,5 Milliarden Euro gebe es von der Weltbank, der Rest komme von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

Drittes Land, das Hilfe bezieht

Rumänien ist nach Ungarn und Lettland das dritte Land der Europäischen Union, das Hilfe vom IWF bekommt. Die nationale Währung, der Leu, hat seit Anfang vergangenen Jahres 20 Prozent an Wert verloren. Ministerpräsident Emil Boc wollte noch am Mittwoch mit seinem Kabinett zusammenkommen, um die Anfrage für den IWF-Kredit zu bestätigen. Franks erklärte, zu den Auflagen für den Kredit gehöre, dass Rumänien nach und nach sein Haushaltsdefizit reduziere. Die EU-Kommission erklärte, Rumänien müsse sein Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts begrenzen, 2011 müsse es unter drei Prozent sinken. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2008 bei 157 Milliarden Euro. (dapd)

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