Rumsfeld will nicht zurücktreten
Aktualisiert

Rumsfeld will nicht zurücktreten

Nach der geballten Kritik von sechs Generälen im Ruhestand hat US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Dienstag alle Rücktrittsforderungen zurückgewiesen.

Niemand sei unersetzlich, sagte der Pentagon-Chef vor Journalisten in Washington. Die Entscheidung über seinen weiteren Dienst im Amt treffe aber allein US-Präsident George W. Bush. Dieser stellte sich bereits am Freitag demonstrativ hinter Rumsfeld und bekräftigte dies ein weiteres Mal am Dienstag.

Rumsfeld sagte, er sei stolz auf seine vor fünf Jahren begonnene Amtszeit, in der er das Pentagon durch die Kriege in Afghanistan und im Irak sowie durch eine Reihe von Strukturreformen der Streitkräfte geführt habe. «Änderungen sind immer schwierig», sagte der Minister und deutete an, dass es innerhalb der Streitkräfte Widerstände gegen unbequeme Reformentscheidungen gegeben habe.

Seit Anfang März haben sechs pensionierte Generäle Rumsfeld zum Rücktritt aufgefordert und ihm Fehlentscheidungen zur Irak-Strategie vorgeworfen. Ausserdem hielten sie ihm einen arroganten Führungsstil vor.

Demokraten für Abstimmung über Amtsführung Rumsfelds

Auch nach der demonstrativen Rückendeckung von US-Präsident George W. Bush für Donald Rumsfeld reisst die Kritik an dem Verteidigungsminister nicht ab. Der demokratische Senator Dick Durbin sprach sich am Dienstag für eine symbolische Vertrauensabstimmung zur Amtsführung des Pentagon-Chefs aus. Die Oppositionspartei prüfe einen entsprechenden Schritt für die nächste Parlamentssitzung in der kommenden Woche, sagte der Senator von Illinois, der sich ebenfalls für ein Rücktritt Rumsfelds ausgesprochen hat. (dapd)

Deine Meinung