Boom: Run auf Campingplätze
Aktualisiert

BoomRun auf Campingplätze

Früher schmuddelig, heute topmodern: Schweizer Campingplätze liegen voll im Trend. Einziger Wermutstropfen: der starke Franken.

von
Valeska Beck

Rund 7 Millionen Nächte wurden 2010 auf Schweizer Campingplätzen verbracht. Alleine auf die Plätze des TCS entfielen 1,1 Millionen Nächte. Das sind rund 3,5 Prozent weniger als im Rekordjahr 2009. André Ginzery, Leiter Camping beim TCS, wertet das Resultat dennoch als Erfolg: «Bedenkt man, dass der starke Franken Ferien in der Schweiz für Deutsche oder Holländer deutlich teurer gemacht hat, sind wir hochzufrieden.» Diese beiden Nationen bildeten das wichtigste ausländische Gästesegment.

Camping in der Schweiz sei nach wie vor sehr gefragt, sagt Ginzery. «Das liegt am Megatrend ‹Zurück zur Natur›.» Zudem habe man in den vergangenen Jahren stark modernisiert. «Alle unsere Campingplätze haben flächendeckend WLAN-Anschluss», so Ginzery. Denn viele Camper würden zum Beispiel gerne den Match der Lieblingsmannschaft auf dem Laptop verfolgen. Auch bei Infrastruktur und sanitären Anlagen sei aufgerüstet worden. «Mehr WCs, mehr Duschen und eine besserer Qualität – das kommt super an.» Das Billigimage gehöre der Vergangenheit an. Camping TCS betreibt 29 Campingplätze und ist nach eigenen Angaben der grösste Schweizer Anbieter. Dieses Jahr sollen die Logiernächte wieder zulegen, so die Prognose. Besonders erfreut zeigt sich Ginzery über das traumhafte Frühlingswetter: «Diese Ostern sind schon viele Plätze ausgebucht.»

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