Run auf Hochschulausbildungen
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Run auf Hochschulausbildungen

Immer mehr Jugendliche machen eine Matur. Und die meisten, die das Papier im Sack haben, gehen an eine Hochschule.

Hoch im Kurs liegt vor allem die Berufsmaturität: Hier stieg die Zahl der Abschlüsse innert fünf Jahren um 65 Prozent. Acht von zehn Maturanden setzen ihre Ausbildung an einer Hochschule fort.

2005 erlangten 27 200 Personen einen Maturitätsabschluss, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Das sind 26 Prozent mehr als im Jahr 2000. Der Hauptweg bleibt die gymnasiale Matur mit 16 500 Abschlüssen. 10 700 Schülerinnen und Schüler erwarben eine Berufsmaturität.

Die Zahl der gymnasialen Maturitäten stieg seit dem Jahr 2000 um 9 Prozent. Der Rekordstand von 2002 mit 19 250 Abschlüssen wurde 2005 allerdings nicht mehr erreicht. Die Mehrheit der Zeugnisse geht seit zehn Jahren an Frauen. 2005 betrug ihr Anteil 57 Prozent.

Berufsmatur ein Renner

Auf einem Höhenflug befindet sich die Berufsmaturität: Zwischen 2000 und 2005 stieg die Zahl der Abschlüsse um 65 Prozent von 6500 auf 10 700. Vor allem die technischen und kaufmännischen Maturitäten stehen hoch im Kurs: Im Jahr 2005 vereinigten sie 87 Prozent aller Abschlüsse auf sich.

Der Frauenanteil ist bei der Berufsmaturität zwar nicht so hoch wie bei der gymnasialen. Doch seit dem Jahr 2000 ist er von 36 auf 44 Prozent gestiegen. Letztgenannter Anteil deckt sich laut BFS mit jenem in der beruflichen Grundbildung.

Typabhängige Übertrittsquote

Insgesamt setzen rund acht von zehn Maturitätsabsolventen ihre Ausbildung an einer Hochschule fort. Allerdings hängt die Quote der Übertritte stark vom Maturitätstyp ab: Während 90 Prozent der Personen mit gymnasialer Maturität an eine Hochschule übertreten, wählen nur 58 Prozent der Berufsmaturanden diesen Weg.

Acht von zehn Inhaberinnen und Inhaber einer gymnasialen Maturität treten an eine universitäre Hochschule über. Diese Quote ist laut BFS seit den 80-er-Jahren stabil. Nur je rund 5 Prozent entscheiden sich für eine Fachhochschule oder für eine Pädagogische Hochschule, Frauen häufiger als Männer.

(sda)

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